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Travis Jackland

Allgemeines zum Charakter

Vorname: Travis
Nachname: Jackland
Spitzname: Trav

Alter: 34
Spezies: Mensch
Geschlecht: männlich

Geburtsort: irgendwo im Outer Rim
Eltern: Stan und Carrol Jackland
Geschwister: keine

Aussehen

Körpergrösse: 1,82 m
Gewicht: 76 kg
Hautfarbe: weiß
Haarfarbe: braun
Augenfarbe: braun
Auffälligkeiten: ein blendendes Lächeln

Lebenslauf

Travis wuchs als Kind eines älteren Händlerehepaares im Outer Rim auf. Als unbeschwert konnte man seine Jugend nicht gerade bezeichnen, schließlich waren seine Spielplätze, außer dem Raumschiff seiner Eltern, zwielichtige Raumhäfen, seine Spielgefährten Schmuggler und seine Spielzeuge Wartungsgeräte.

Nichts desto trotz genoss er eine Nestwärme und sein angeborener Schalk half ihm durch viele langweilige Stunden, in denen er alleine auf dem Raumschiff herumlief. Eine Ausbildung im klassischen Sinne hatte er nie genossen. Allerdings lernte er durch die zahlreichen Aufenthalte auf Planeten verschiedenster Art viele Kulturen und ihre Geschichten kennen.

Viel interessanter empfand er aber die verschiedenen Arten von in Gold gepresstem Latinum und die verschiedenen Arten, wie man sie sich verdienen konnte. Vor allem für Taschendiebstahl und Trickbetrügerei schien der jugendliche Draufgänger eine angeborene Begabung zu haben.

Auch die Tatsache, dass er, vor allem am Anfang, immer wieder geschnappt wurde konnte seine Begeisterung nicht mindern. Es war eine Zeit des Lernens. Travis lernte mit seinem unschuldigen Blick und seinem wachsenden Charme, Schlimmerem zu entgehen. Zusätzlich auch noch viele Tricks, die ihm seine Zellengenossen gerne beibrachten.

Seine Eltern hingegen lernten, was für einen kleinen Unhold sie sich großgezogen hatten. Sie schlossen daraus ihre Konsequenzen und kauften ihn bei seiner nächsten Tat, einem versuchten Betrug größeren Ausmaßes, nicht direkt frei. Das bedeutete, dass Travis im Gegensatz zu seinen vorherigen Strafen nicht nur eine Woche, sondern ein halbes Jahr im Gefängnis verbrachte.

Anfangs verbrachte er seine Zeit wie immer. Reger Austausch mit den Gefängnisinsassen und Ballspiele im Gefängnishof. Nach zwei Wochen begann der Gefängnisalltag sein Weltbild zu verschieben. Die entspannte Ferienstimmung verblasste schnell und die Eintönigkeit einer Strafanstalt wurde ihm mehr und mehr bewusst. Er erkannte, dass er in einem Gefängnis nicht alt werden wollte. Seinen Eltern zum Trotz wollte er hier raus.

Dies war der Anfang einer langen Serie von Ausbruchsversuchen, von denen einige scheiterten, bevor sie richtig anfingen. Als es ihm dann schließlich gelang, kam dem mittlerweile 20jährigen eine Idee.

Anstatt draußen zu bleiben, kontaktierte er zwei Handelspartner seiner Eltern, die nicht ganz so ehrbar waren wie sie selber. Travis hatte festgestellt, dass man im Gefängnis ein gutes Geschäft machen konnte mit Waren von „außerhalb“. Dieser Umstand und ein sicherer Fluchtweg in der Hinterhand würden sich sicher als lohnender erweisen als eine Flucht und anschließende Verfolgung.

Das war der Anfang von Travis erstem eigenem Geschäft und es lief gut, sehr gut sogar. So konnte er, mit einem innerlichen Lächeln, seinen Eltern guten Gewissens versprechen nie wieder zu Stehlen. Hatte er doch erkannt, dass Schmuggel ein viel einträglicheres Geschäft war.

In den folgenden Jahren konzentrierte er sich wieder darauf, mehr von dem Handelsgeschäft und vor allem –geschick seiner Eltern zu lernen, bzw. von deren Handelspartnern. Travis wurde ein scharfer Beobachter, der nach und nach immer mehr der Verhandlungen mit bestritt und sie schließlich selber führte, da seine Eltern den Strapazen des Händlerlebens langsam nicht mehr gewachsen waren.

Das führte dazu, dass er mit Anfang Zwanzig auch ein paar kleinere Unterkontrakte schließen konnte, um sich in dem Geschäft des interstellaren Schmuggelns langsam einzufinden.

Eines Tages überließen ihm seine Eltern - stolz darauf, wie sich ihr Sohn doch noch entwickelt hatte - das Schiff und zogen sich aufs Altenteil auf eine ruhige Kolonie zurück.

Was folgte, war eines der einträglichsten Händlerjahre, die Travis je hatte, da er nun frei handeln konnte, ohne dass die Gefahr bestand, seine Eltern mit hineinzuziehen. Nur für den Fall, dass etwas schief gehen sollte.

Dennoch fühlte er eine innere Leere. Schließlich befand er sich nun alleine auf dem kleinen Frachter und ihm wurde bewusst, dass Geld alleine nicht glücklich machte. Es half sicherlich, aber obwohl ihm das Handeln Spaß machte sah er keinen rechten Sinn in seinem Leben. So kam es zu einem folgeschweren Treffen, bei dem Travis auf das Leid der Bajoraner aufmerksam wurde.

Den jungen Mann hatte es bei einem routinemäßigen und ausnahmsweise vollkommen legalen Geschäft zu dem von den Cardassianern unterdrückten Planeten verschlagen. Das Leid, was die Besatzer versuchten zu verbergen, war offensichtlich. Dies war der Anfang von Travis Beziehungen zu den gemäßigten Untergrundbewegungen. So oft es ging ließ er seine Routen am bajoranischen Raum vorbeigehen, um den Bajoranern Hilfsgüter, allerdings keine Waffen, zu bringen.

Nach einigen Jahren kam die Föderation und Travis konzentrierte sich nach und nach wieder auf „das Geschäft“. Ein Teil von ihm betrauerte, dass seine Zeit als ‚Untergrundkämpfer’ oder zumindest deren Lieferant vorbei war. Der größere Teil war aber natürlich erleichtert, dass die Cardassianer vertrieben worden waren.

Dann kam der Dominionkrieg.

Die Kolonie seiner Eltern war eine der ersten, die dem Dominion zum Opfer fielen.

Für Travis war es ein schwerer Schock, denn schließlich hatten seine Eltern nie etwas mit der interstellaren Politik zu tun gehabt, noch die Kolonie auf der sie lebten. Weder Patriotismus noch sonst hehre Gefühle waren es, die ihn dazu veranlassten seine Rolle als Schmuggler wieder auf zu nehmen.

Es war etwas Persönliches.

Sein Einsatz blieb aber nicht unbemerkt. Es dauerte nicht lange, bis sogar der Geheimdienst der Sternenflotte auf ihn aufmerksam wurde. Sie schnappten ihn und boten Travis im gleichen Atemzug an, für sie zu arbeiten.

Dies ließ er auch gerne mit sich machen, da der Preis stimmte. So schmuggelte er nicht nur weiter, sondern machte auch ein paar „Erledigungen“ nebenbei, bei denen seine Erfahrungen aus seiner Jugend sehr hilfreich waren und ihm einige Male das Leben retteten.

Irgendwann war der Krieg vorbei und somit auch das Interesse der Sternenflotte an ihm. Sein Abschlussbonus, eine Amnestie für vorangegangene Straftaten, beflügelte ihn umso mehr seine vorherige Tätigkeit wieder aufzunehmen.

Aber es dauerte nicht lange, bevor Travis sich bewusst wurde, dass das Leid noch nicht vorüber war. Die Kolonien litten nun unter einem neuen Joch. Die Romulaner.

Sich selbst nicht eingestehend warum, schmuggelte er viel und meist mit einer geringeren Marge als möglich gewesen wäre, in den von den Romulanern besetzten Gebieten. Im Krieg hatte er wieder die Dankbarkeit der Menschen kennengelernt, als er dringend benötigte Waren für sie beschafft hatte. So wie vorher auf Bajor.

Diese dankenden Blicke füllten die Leere, die er nach dem Tod seiner Eltern noch verstärkt gefühlt hatte. Er selber würde es weder sich selber noch vor anderen, eingestehen, wie sehr er mit diesen Menschen mitfühlte.

Auch auf den Planeten selber tat er jede ihm entgegengebrachte Dankbarkeit schnell und ungeduldig ab und reagierte auf die Fragen, warum er nur so wenig verlange, mit Ausflüchten.

Doch gerade diese ungeliebte Dankbarkeit rettete ihm das Leben, als sein Schiff von den Romulanern entdeckt wurde und er nur durch die Hilfe einiger Kolonisten entkam.

Da es Travis nun zu heiß wurde, nahm er das nächste Schiff weg aus diesem Sektor, um ein bisschen Gras über seinen Steckbrief wachsen zu lassen. Er hatte seine Reserven gut versteckt, aber sein Schiff war verloren.

Doch leider schien ihn das Glück verlassen zu haben. Nicht die Romulaner, sondern ein alter cardassianischer Bekannter schnappte ihn, bevor er sein Versteck erreicht hatte…

Charakter

Travis ist ein durchtriebener Schurke mit einem guten Herzen. Er selber gesteht es sich nicht gerne ein, aber sein Herz ist am rechten Fleck. Nichts desto trotz versucht er in jeder Situation seinen eigenen Vorteil zu finden.

Er bildet sich sehr viel auf seinen Charme und sein strahlendes Lächeln ein, auch wenn es meistens nur bei Frauen und auch da nicht immer funktioniert. Trotzdem besitzt er ein sehr gutes Verhandlungs- bzw. Überredungsgeschick und die Jahre als „Freischaffender“ bildeten bei ihm einen ausgeprägten Blick fürs Detail und Personen aus.

Wenn er von einem Vorgehen überzeugt ist, lässt er sich davon nicht so schnell abbringen und auch bei widersprüchlichen Befehlen sucht er sich immer ein Schlupfloch, um doch seinen Willen durchzusetzen. Und sei es noch so eine spitzfindige Haarspalterei.

Hinzu kommt, dass er durch sein Leben in der „Schattenwelt“ Autorität, sofern sie nicht seine eigene ist, nicht zwangsweise anerkennt. Die vielen Jahre als sein eigener Boss taten viel dazu bei.

In seinen Augen muss man sich Respekt verdienen. Wenn man das geschafft hat, kann man auf einen absolut loyalen Partner bauen. Auch in den ausweglosesten Situationen.

Bis auf seine Eltern hatte Travis noch kein vertrauliches Verhältnis zu anderen Menschen gepflegt. Zwar genossen ein paar Personen sein „Vertrauen“ aber auch nur soweit, wie er ihre Motive absehen konnte.

Hobbys

Hobbys hat Travis nicht wirklich welche, außer wenn in Gold gepresstes Latinum dazu gehört. Da er in eher spärlichen Verhältnissen aufgewachsen ist, strahlen Holodecks aber eine starke Faszination auf ihn aus.

Ansonsten spielt er gerne Schach und vor allem leidenschaftlich Kartenspiele.

Medizinische Akte

Bis auf kleinere Blessuren, die man beim Spielen in nicht kindertauglichen Arealen bekommt, und einer Schussverletzung nichts.

Die Schussverletzung an der Schulter zog er sich bei seiner Flucht vor den Romulanern zu.

Auszeichnungen, Ehrungen, Rangänderungen

Eine Amnestie für alle Straftaten vor Ende des Dominionkrieges.

Negative Einträge, Verweise

Vor Kriegsende: Anzeigen wegen Taschendiebstähle, Trickbetrügereien, Schmuggel, Hehlerei und die damit einhergehenden Strafen, sofern erwischt und vor der Amnestie.

Nach Kriegsende: Anzeigen wegen Schmugglerei, Hehlerei, Verrat am Romulanischen Reich

Sonstiges

Travis besitzt außerordentlich viele Fertigkeiten in den Bereichen, Diebstahl, Betrug, Verhandlung, Verstecken (Waren und Personen).

Zudem ist er ein ausgezeichneter Pilot, was auch überlebensnotwendig angesichts von Piraten und Patrouillen ist, sowie ein passabler Techniker, da er sein Raumschiff immer selber gewartet hatte. Allerdings reicht seine Kenntnis nicht über Wartung und kleinere Reparaturen hinaus.

Was ihm allerdings völlig fehlt ist eine klassische Schulbildung, oder gar Studium. Auf dem zwischenmenschlichen Bereich ist er ein Profi, aber sobald es um wissenschaftliche Themen geht, oder z.B. tiefer in die Technik als Wartung oder „quick and dirty“-Lösungen, fehlt ihm jedes Fundament, auch wenn es ihm meistens gelingt sich herauszureden.

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