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Ruben Wagenvoort

Allgemeines zum Charakter

Vorname: Ruben
Nachname: Wagenvoort

Alter: 29
Spezies: Mensch
männlich/weiblich: männlich

Geburtsort: Niederlande, Rotterdam
Eltern: Mareike und Ludwig, zusammen Inhaber eines Großhandels für Strickwaren
Geschwister: keine

Aussehen

Körpergrösse: 1,98 m
Gewicht: 65kg
Hautfarbe: hellhäutig, um nicht zu sagen blass
Haarfarbe: braun mit tiefen Geheimratsecken und deutlich grauem Ansatz
Augenfarbe: grüne Iris, meist rötlich-angeschwollen wirkende Augen

Lebenslauf

Ruben wuchs als einziger Sohn einer reichen Familie in der neu errichteten Stadt Rotterdam auf, welche im Dritten Weltkrieg beinahe ganz zerstört worden war. Seine Eltern arbeiteten Tag und Nacht für ihren riesigen Betrieb, der Wolle und fertige Strickwaren im ganzen Sonnensystem verkaufte. Seine einsamen Nachmittage in der leeren Villa, die auf Ruben eher wie ein Gespensterhaus wirkte, versuchten ihm die Eltern durch großzügige Geschenke zu versüssen, aber ohne Freunde machte selbst der lustigste Roboter bald keinen Spass mehr. Gleichzeitig begann der Junge sehr kränklich zu werden, entwickelte neben Asthma und mehreren Allergien auch eine Kurzsichtigkeit, die vor Jahrhunderten noch eine Brille mit flaschenbodendicken Gläsern ("Glasbausteine") nötig gemacht hätte, heute aber mittels eines einfachen Eingriffes besiegt werden konnte.

Zwar gelang es den eilig konsultierten Ärzten die restlichen Wehwechen mit vielen Präparaten zu lindern, aber eine Heilung war
merkwürdigerweise nicht möglich. Ruben jedoch gewöhnte sich rasch an die Aufmerksamkeit, die ihm die Krankheiten einbrachten und begann hypochondrisch jedes Zwicken für das nahende Ableben zu halten. Dass er dies keineswegs für sich behielt, sondern im Gegenteil die ganze Umgebung von seinem Leid in Kenntnis setzte, störte nicht nur seine Eltern. Selbst sein einziger "Freund", der nur bedingt intelligente Unterhaltungs-Roboter war am Ende genervt und zog den Freitod durch Selbstabschaltung vor. In der Schule bestach Ruben dagegen durch seine Fähigkeit selbst komplexeste Systeme sofort zu begreifen und sie perfekt anzuwenden. Bereits mit 15 hätte er manchen Vulkanier in einem logischem Duell übertreffen können.

Nach seiner Schulzeit studierte er dementsprechend zehn Jahre lang Systhematik, Logik und Mathematik auf Universitäten der Erde und Vulkan und würde bereits vor seinem Abschluss als eine Kapazität auf den Gebieten bezeichnet. Durch Agenten der Föderation angeworben begann er feindliche Verschlüssungsalgorithmen zu dechiffrieren, durch statistisches Material gegnerische Operationen präzise vorherzuberechnen. Als ihm nach seinem Studium die vollständige Übernahme in den Föderationsdienst angeboten wurde, unterzog er sich den vorgeschriebenen, sehr kleinlichen Untersuchungen ohne zu ahnen, was diese erbringen würden:

Neben seiner chronischen Nervösität, die dem jungen Mann schon in frühen Jahren die Haare ausfallen und grau werden ließ und diversen Stresssymptomen, die er nur unzureichend mit allen möglichen Beruhigungsmethoden zu bekämpfen versuchte, wurde auch eine genetische Aufwertung festgestellt, die seine Anstellung natürlich unmöglich machte, gleichzeitig aber die verschiedenen Krankheiten erklärte. Nachdem seine Vergangenheit auch in der wissenschaftlichen Elite bekannt wurde, flüchtete er gebrochen von der Erde, um eine neue Aufgabe zu finden.

Eine Zeit arbeitete er sogar in einer interstellaren Imbiss-Kette, gab aber nach drei Tagen resigniert auf, nachdem der dritte Klingone ihm den Tod angedroht hatte, weil Ruben aus Versehen den Tagh-Burger der Woche mit einer vulkanischen Suppe verwechselt hatte, welche zufälligerweise ähnlich hieß...

Das war ein Jahr bevor ihn ein Maquismitglied dabei stellte, wie er auf einer Sternenbasis zunächst zwar den hochkomplizierten Sicherheitscode der Apotheke knackte, dann aber über einen eigentlich nicht zu übersehenden Papierkorb stolperte und fatalistisch auf seine Ergreifung wartete, während er mit "Woosa, Woosa"-Meditation die aufkeimende Panik aus sich zu vertreiben suchte. Der Maquis, ein gewisser Ivan, suchte auf der Station verdeckt nach neuen Leuten für die Rebellengruppe - und scheinbar, hatte er den ersten gefunden, nachdem er Ruben half unerkannt aus dem Fettnäpfchen zu fliehen, bevor die Stationssicherheit ihn festnehmen konnte.

Zwei Jahre lang half er mit seinem Können den Maquis auch nach der angeblichen Zerstörung durch das Dominion am Leben zu erhalten, wechselte schliesslich mit Ivan auf einen Stützpunkt in den Badlands, wo Ruben die Angriffe und Operationen einiger Verbände koordinierte. Zwar hatte er in seinem Leben noch nie einen Phaser in der Hand gehabt, geschweige denn jemanden damit erschossen, aber Ivan fand es nur angemessen den Holländer zu seinem Sicherheitschef zu machen, nachdem dieser sich in einem Gefecht als hervorragender taktischer Ratgeber bewährt hatte...

Charakter

Leidlich schlägt sich Ruben durchs Leben, eher durch den Selbsterhaltungstrieb angestachelt, als durch wahre Lust getrieben. Durch seine Kindheit vereinsamt nutzt er heute jede Gelegenheit mit anderen Leuten zu sprechen, driftet aber leider spätestens nach drei Minuten in unwichtige Themen ab, die er wie ein Klingone auszuschmücken weiß. Die Angst menschlich zu versagen und die Unmöglichkeit, wirklichen Anschluss zu finden lösen Stress aus, welcher sich durch zittrige Hände und blass-kalte Stirn zeigt. Der Wunsch respektiert zu werden bestimmt sein gesamtes Handeln, so sieht er seine Fähigkeiten manchmal als Schutzschild gegen die feindliche Welt. Solange er in seinem Element ist, bleibt er auch sicher, aber wehe eine unbekannte Variable des Lebens muss neu berechnet werden...In verfahrenen Situationen versucht Ruben durch Mediation, autogenes Training oder sonstigen Humbug, den er in den Datenbanken gelesen hat, sich zu beruhigen, was aber selten zum Erfolg führt.

Frauen beobachtete er eher aus der Entfernung, malt sich aber herrliche Szenarien aus, in denen er sie rettet und so ihre Liebe gewinnt.

Hobbys

In seiner Freizeit widmet der Holländer sich viel seinen Krankheiten, probiert neue Verfahren - natürlich erfolglos - aus oder tagträumt bis tief in die Nacht. Auch Bücher verschlingt er beinahe wie ein Raubtier, leigt seine Lesegeschwindigkeit doch deutlich über allem Normalen. Seit neuestem hat er allerdings auch ein Aquarium, dessen Bewohner er hegt und pflegt, seit er von der beruhigenden Wirkung der Fische gelesen hat...

Medizinische Akte (kurzer Auszug)

Asthma bronchialis
Nuss- und Pollen-Allergie, gern auch gemischt mit Lebensmittelallergien - je nach Laune der Natur, wie es scheint
Wollallergie
Ständig rote Augen (wohl eher psychosomatisch bedingt)
Zittrige Hände
Magengeschwüre
Todesangst vor allem, was mehr als fünf Beine hat

Auszeichnungen, Ehrungen, Rangänderungen

Mehrere Gratulationen für Veröffentlichungen
Der Gewinn in einer Lotterie, nachdem er deren Spielsystem methodisch überlistet hatte.

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