Venture » Besatzung » Jordan Kincaid

Jordan Kincaid

Allgemeines zum Charakter

Vorname: Jordan
Nachname: Kincaid

Alter: 36
Spezies: Mensch
Geschlecht: weiblich

Geburtsort: Folkestone, Südengland
Vater: Captain Ernest Kincaid
Mutter: Eleanor Kincaid
Geschwister: Lieutenant Julian Kincaid (30 Jahre)

Aussehen

Körpergrösse: 1,62 m
Gewicht: 47kg
Hautfarbe: weiss
Haarfarbe: schulterlang, glatt, straßenköterblond
Augenfarbe: braun
Auffälligkeiten: extrem unauffällig

Lebenslauf

Jordan verbrachte ihre ersten Kindheitsjahre in einer sehr idyllischen Kleinstadt Englands. Obwohl die Familie in ihrem 14. Lebensjahr den Kontinent verließ, als Ernest Kincaid zum Captain befördert wurde und sie in der Nähe des Sternenflottenhauptquartiers wissen wollte, betrachtete sie sich selbst als Engländerin und verlor auch nie den Hauch ihres feinen englischen Akzents.

Aus ihrer frühen Kindheit erinnerte sie sich vorrangig an ihren Vater, einen großen, gutmütigen Mann, dessen Präsenz immer den ganzen Raum einzunehmen schien, wenn er im Urlaub heimkam und seinen begeisterten Kindern wilde Geschichten über sein Raumschiff erzählte. Vor allem Jordans Bruder liebte diese Erzählungen und wollte schon als kleiner Junge Pilot werden, ein Wunsch, der sich auch erfüllte.

Jordan hingegen wuchs recht orientierungslos auf. Sie war ein stilles, verantwortungsbewusstes Mädchen, das immer wenige, aber dafür gute Freunde hatte, mit denen sie auch viel unternahm. Nach dem Umzug sah sie sich nicht in der Lage, auf der teuren Schule, zu der ihr Vater sie schickte, Anschluss zu finden, und blieb vorrangig allein. Meist hielt sie sich im Hintergrund, obwohl sie immer die besten Noten schrieb. Sie lernte gerne, hätte sich aber ein wenig mehr Freunde gewünscht.

Da sie sich insbesondere für Naturwissenschaften interessierte und nicht so recht wusste, was sie nach der Schule machen wollte, folgte sie dem Vorschlag ihrer etwas hilflosen Eltern, studierte Medizin und ging auf die Akademie.

Von ihren Lehren bekam sie immer die besten Empfehlungen. Verantwortungsbewusstsein, Respekt und eifriges Lernen waren Dinge, die sie schätzten. Tatsächlich fühlte sie sich auf der Akademie nach einiger Zeit sehr wohl, und durch die vielen Arbeitsgemeinschaften schloss sie auch ein paar Bekanntschaften. Einige Jahre hatte sie eine Beziehung zu einem Studenten, die er schließlich aus unbestimmten Gründen beendete.

Jordan liebte ihre Arbeit selbst, ohne sich viel aus der Sternenflotte zu machen, deren Regeln sie befolgte, einfach, weil ihr nichts anderes in den Sinn kam. Als sie ihre Ausbildung abschloss, sahen ihre Eltern voller Stolz auf ihre Kinder herab, die sich beide entschlossen hatten, ihrem Vater zu folgen.

Sie blieb ruhig, entwickelte eine angemessen energische Art, mit ihren Patienten umzugehen, und bewies ihr Durchhaltevermögen in Stresssituationen. Immer behielt sie einen kühlen Kopf und ruhige Hände und zeigte auch gewisse Führungskompetenzen.

Es dauerte nicht lange, bis sie befördert wurde. Sie begann, sich in ihrer Freizeit mit Forschungsarbeiten zu beschäftigen, die sich hauptsächlich um die medizinischen Aspekte der Borgtechnologie drehten und ihr in Fachkreisen einen gewissen Ruf einbrachten. Bald gewöhnte sie sich an den Respekt, den man ihr nun entgegenbrachte.

Die Jahre vergingen so bedeutungslos, wie es für eine Angehörige der Sternenflotte möglich war. Sie hatte einige wenige Affären, war aber insgesamt zu unauffällig, um viele Männer anzuziehen. Insgeheim wünschte sie sich Abwechslung, wusste aber nicht so recht, wie sie sie bekommen sollte.

Im Alter von 34 Jahren wurde sie zum Commander befördert und als leitende medizinische Offizierin eingesetzt. Der erste Auftrag auf ihrem neuen Schiff bestand in einer Deep Space Mission, einer Aufklärungsmission in den Gammaquadranten. Als sie bereits tief in unbekanntes Gebiet vorgedrungen waren, gerieten sie in einen Kampf mit einer unbekannten Spezies. Das Schiff wurde beinahe zerstört, und nur mit Mühe gelang das Überleben. Scheinbar irreparabel beschädigt driftete es einige Wochen im All, bis es gelang, Kommunikation und Antrieb wieder zum Einsatz zu bringen und wieder Kontakt mit der Sternenflotte aufzunehmen.

In diesen Wochen herrschte ein großer Notstand an beinahe allen Ressourcen, und der Captain stand vor der schweren Entscheidung, seine Crew durchzubringen oder sich an die herkömmlichen Regeln zu halten. Nach dem Tod des 1. Offiziers zählte Jordan nun zu den hochrangigsten Offizieren an Bord. Im Einvernehmen mit der Besatzung respektierte sie die Anordnungen ihres Captains.

Nach der Rückkehr in den Alphaquadranten geschahen vonseiten der Besatzung Vertuschungsversuche, die jedoch aufgedeckt wurden. Jordans Verhalten als Offizierin wurde im anschließenden Verfahren sogar weniger kritisiert als ihr Verhalten als Ärztin in Hinsicht auf den Eid, den sie abgelegt hatte, da sie half, gefangene Insektoiden zu töten, deren Biochemie sich zur Umsetzung in Schiffsenergie eignete.

Ihren Doktortitel bekam sie entzogen, und sowohl Sternenflotten- als auch Forscherkarriere waren vorbei. Hilflos sah sie sich der bekannten Situation gegenüber, nicht zu wissen, was sie tun sollte. Beschämt traute sie sich nicht zurück zu ihren Eltern, die sich zutiefst enttäuscht von ihrer Tochter zeigte. Nur ihrem Bruder versprach sie, Kontakt zu halten.
Richtungslos lebte sie einige Zeit von ihrem Ersparten, und ein Jobangebot einer alten Bekannten auf einer abgelegenen Sternenbasis führte sie schließlich dort hin, doch das Angebot löste sich bei ihrer Ankunft in Luft auf.

Recht verzweifelt nutzte sie die einzige Option, die ihr blieb, und heuerte auf einem Handelsschiff als Krankenschwester an. Sie hatte allerdings Glück im Unglück: Ihr inkompetenter Vorgesetzter auf der Ivory starb wenige Tage nach ihrem Dienstantritt bei einem Unfall (er wurde von genmutierten Ratten zerfleischt), und Jordan übernahm notgedrungen den Arztposten. Auf dem Schiff begann ein klingonischer Sicherheitsoffizier namens Tex, mit ihr zu flirten, und zwischen ihnen bahnten sich tiefere Gefühle an. Als sie beide kurz darauf auf der Venture angeheuert wurden, brach Tex den Kontakt jedoch nach und nach ab. Jordan, so verletzt sie auch sein mochte, war jedoch insgeheim nicht überrascht und ging dem Klingonen absofort aus dem Weg.

Auch auf der Venture ließ sich nicht lange verbergen, dass Jordan eine erfahrene Führungsoffizierin und Ärztin war, und die ansässige Ärztin Dr. Fakaii brachte ihre Vergangenheit bereits am ersten Tag aus ihr heraus, scherte sich dank der fremdartigen Moral ihrer Spezies nicht darum und setzte Jordan sofort als zweite Ärztin ein. Nachdem ihre erste Bekanntschaft an Bord, der erste Offizier bald auf einer Mission starb, war Cailin Fakaii ihre engste Freundin. Jordan war die professionelle Distanz der Sternenflotte gewohnt und dankbar, dass Cailin ihr den privaten Umgang mit den Patienten abnahm. Cailin hatte ihrerseits wenig Ahnung von der Organisation einer Krankenstation und überließ die Aufgabe dankend Jordan. Einige Monate ging Jordan völlig in der anstrengenden Arbeit auf der Venture auf.

Als ihr Team auf einer Außenmission in Kontakt mit Romulanern geriet, wurde Jordan kurze Zeit auf einem Warbird festgehalten und gemeinsam mit den Sicherheitsoffizierin Ruben Wagenvoort und Chi-Lo vom Tal'Shiar verhört. Sie empfand das Ereignis als tief verstörend und trägt seitdem jederzeit einen Phaser bei sich. Um sich abzulenken, vergrub sie sich wieder in ihre Arbeit. Als sie ihr Wachkoma schließlich verließ und Cailin kurz darauf von Bord ging, um sich auf einer Kolonie niederzulassen, musste sie die traurige Feststellung machen, dass sie rein gar niemanden an Bord privat kannte.

Charakter

Jordans für sie sehr ausweglose Situation hat sie unsicher werden lassen. Ihr früheres Selbstbewusstsein beruhte auf ihrer Kompetenz als Ärztin und Forscherin, und beides ist plötzlich wie weggeblasen. Sie weiß nicht viel von der Arbeitswelt außerhalb der Sternenflotte und glaubt, selbst als Krankenschwester keine Perspektiven mehr zu haben.

Auf der Krankenstation ist sie, davon abgesehen, sehr selbstsicher und gekonnt. Dennoch fühlt sie sich unwohl in ihrer neuen Rolle. Sie will ungerne ihre Vergangenheit preisgeben, brennt aber gleichzeitig darauf, ihre Fähigkeiten wieder anwenden zu dürfen und ist es nicht mehr gewohnt, nur eine niedere Position innezuhaben. Das macht sie ein wenig reizbar gegenüber Mitarbeitern.

Sie hat einen bissigen Humor entwickelt, der selten, aber völlig unerwartet und zumeist in Stresssituationen hervortritt.

Ihr Privatleben betreffend redet sie nicht übermäßig viel, gibt sich gerade jetzt sehr verschlossen, sucht aber gleichzeitig immer wieder Kontakt zu anderen, weil sie Angst hat, alleine zu sein. Das Selbstbewusstsein eines Commanders tritt ebenso regelmäßig wieder hervor wie ihre persönliche Unsicherheit, da sie sich ihrer eigenen Rolle nicht mehr bewusst ist.

Hobbys

Obwohl insgeheim sicher, dass sie ihr Wissen nicht wieder brauchen wird, liest Jordan noch alle Neuigkeiten, die sie aus wissenschaftlichen Kreisen erhalten kann. Sie schätzt Rotwein und ein gutes Gespräch dazu ebenso wie abenteuerliche Holoromane, die sie amateurhaft selbst programmiert.

Medizinische Akte

Ein paar Zerrungen, Verstauchungen etc. insbesondere während der Zeit im Gammaquadranten

Auszeichnungen, Ehrungen, Rangänderungen

Aufgrund einiger Abhandlungen im Bereich Medizin hat sie sich in den entsprechenden Kreisen einen gewissen Namen gemacht; während ihrer Zeit als Lieutenant wurde sie mehrmals zur Beförderung empfohlen, was aufgrund ihres jungen Alters abgelehnt wurde.

Negative Einträge, Verweise u.ä.

Aufgrund besagter Vorfälle bekam sie ihren Doktortitel abgesprochen und musste die Sternenflotte verlassen.

Stardust Venture