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Jennifer Shepard

Allgemeines zum Charakter

Vorname: Jennifer
Nachname: Shepard

Alter: 29
Spezies: Mensch
Geschlecht: weiblich

Geburtsort: Pearl City, Hawaii
Vater: Jonathan Shepard, Sternenflottendiplomat
Mutter: Isabell Shepard, Sprachwissenschaftlerin
Geschwister: Ann-Marie und Mia Shepard 

Aussehen

Körpergrösse: 1,72m
Gewicht: 62kg
Hautfarbe: weiss
Haarfarbe: rotbraun
Augenfarbe: grün
Auffälligkeiten: keine

Lebenslauf

Jennifer kam als dritte und jüngste Tochter des Sternenflottendiplomaten Jonathan Shepard und der Sprachwissenschaftlerin Isabell Shepard in Pearl City, Hawaii auf die Welt. Ihre frühe Kindheit verbrachte sie in der idyllischen Südseewelt am Waikiki Beach.

Im Alter von sechs Jahren entschied sich ihre Mutter, ihren Mann mit auf seinen diplomatischen Reisen zu begleiteten und das junge Mädchen verbrachte von nun an ihr Leben fast ausschließlich auf den verschiedensten Raumschiffen, quer durch den Quadranten reisend. Anfangs konnte sie sich nur schwer an die neue, sterile und ständig wechselnde Heimat gewöhnen, doch der gute und liebevolle Zusammenhalt ihrer Familie ließ sie bald über den Abschiedsschmerz hinweg kommen.

Im Alter von 17 Jahren verließ Jenny schweren Herzens ihre Eltern und ihre zwei älteren Schwestern, um nach San Francisco auf die Sternenflottenakademie zu gehen. In ihrer Kindheit war sie von der Arbeit der Sternenflotte immer begeistert gewesen und hatte etliche Stunden damit zugebracht, ihren Vater bei seiner Arbeit zu beobachten und zu begleiten - daher war für die junge Terranerin schon früh klar gewesen, dass sie ebenfalls diesen Berufsweg beschreiten würde.

Vier Jahre später machte Jenny als eine der besten ihres Jahrganges ihren Abschluss, erhielt wenig später ihre ersten Rangabzeichen und wurde als Fähnrich auf die USS Magellan versetzt. Angetrieben von einem ausgeprägten Gerechtigkeitsbewusstsein schlug sie die Laufbahn als Sicherheitskraft ein. Auch das diplomatische Gespür, welches sie vermutlich von ihrem Vater geerbt hatte, war ihr in vielen kritischen Situationen bei der Lösung von Konflikten hilfreich.

Gleichzeitig hatte sie während ihres Einsatzes auf der Magellan auch gelernt, einen präzisen Schuss mit einer Vielzahl von Waffen abzufeuern und es gab selten ein Ziel, das sie nicht, dank einer sicheren Hand und eines ruhigen Auges, traf. Während ihrer Zeit an der Akademie hatte sie sich, um sich körperlich fit zu halten, auch intensiv mit Kampsport beschäftigt. Zwar waren ihre Leistungen hier eher durchschnittlich, doch der Wille sich zu verbessern um nicht regelmäßig blaue Flecken und Platzwunden aus einen Nahkampf davon tragen zu müssen, trieb sie weiter an.

Mit 23 lernte Jenny ihren späteren, 12 Jahre älteren, Ehemann Paul kennen. Er kam nach einem Gefecht gegen die Cardassianer an Bord und ersetzte den 1. Offizier, welcher bei dem Angriff getötet worden war. Viele ihre Kollegen sagten ihr damals nach, sie würde diese Beziehung nur führen um sich schneller auf der Karriereleiter nach oben zu bewegen. Jenny wies diese Vorwürfe stets von sich auch wenn sie es durchaus genoss ihre Nächte in einem geräumigen Offiziersquartier zu verbringen, anstatt sich in ihrer beengten Mannschaftskabine mit ihrer Zimmergenossin arrangieren zu müssen.

Jenny und Paul heirateten zwei Jahre später während eines Landurlaubes auf Risa und kehrten, verliebt wie am ersten Tag, mit dem Wunsch eine Familie zu gründen voller Enthusiasmus auf das Schiff zurück.

Doch das junge Glück währte nicht lange. Die Magellan wurde wenige Wochen später zu einer Schlacht mit dem Dominion in den Gamma Quadranten beordert. Bei einem Scharmützel mit sieben Jem’Hadar Fightern wurde das Schiff mehrere Male schwer getroffen, wodurch ein großer Teil der Außenwand an Backbord förmlich weggerissen worden war.

Paul und zwei weitere Offiziere, die gerade auf dem Weg zum Maschinenraum waren, wurden durch das plötzlich entstandene Vakuum in den Weltraum gerissen und starben einen schnellen und kalten Tod.

Als Jenny wenige Stunden nach dem Kampf von dem Tod ihres Mannes erfuhr, brach für sie eine Welt zusammen und sie fiel psychisch in ein schwarzes Loch.

Nach der Rückkehr der Magellan in den Föderrationsraum wurde sie wegen ihrer Verdienste im Kampf gegen das Dominion zum Lieutenant befördert. Um Pauls Tod zu verkraften nahm sie sich allerdings eine Auszeit und verkroch sich in ihrer Trauer deprimiert zu ihrer ältesten Schwester die mittlerweile auf Betazed mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebte.

Als sie ein halbes Jahr später ihren Dienst wieder antrat, war nichts mehr wie vorher. Mit der Arbeit versuchte sie, sich von ihren Gefühlen abzulenken, doch schon bald begann sie, Fehler zu machen und konnte die Wut, die sie dem Dominion gegenüber empfand, nicht mehr unter Kontrolle halten.

Nachdem sie einem gefangenem Jem’Hadar Krieger, welcher sie provozierte, fast zu Tode geprügelt hatte und bei der nachfolgenden Anhörung beim Captain einen Nervenzusammenbruch erlitt, legte dieser ihr nahe sich aus dem aktiven Dienst der Sternenflotte zu verabschieden, bevor der Fall vor einem Kriegsgericht verhandelt werden würde.

Von der Sternenflotte zutiefst enttäuscht quittierte sie ihren Dienst und nahm den nächsten Transporter ins Nirgendwo. Die darauf folgenden Jahre schlug sie sich mit Gelegenheitsarbeiten und Saisionjobs durch und meist konnte man sie des Abends in irgendeiner zwielichtigen Bar antreffen wo sie in Gesellschaft einer Flasche romulanischen Ales mit ihrem Schicksal haderte.

Der Kontakt zu ihrer Familie war schon lange abgebrochen und Jenny war fast froh darum, dass ihre Eltern sie nicht in diesem Zustand sehen konnten. Als ihr Vater starb, erfuhr sie erst Monate später davon, als sie zufällig einen alten Nachrichtenaccount abfragte, an den ihre Schwestern ihr eine Nachricht geschickt hatten.

Aus Angst, von ihrer Familie verurteilt zu werden, löschte sie den Account und kappte damit die vermutlich letzte Verbindung zu ihrer früheren Welt. In einer nahegelegen Taverne ertränkte sie ihre Gefühle einmal mehr im Alkohol.

Die drauf folgende Nacht verbrachte sie nach einer Prügelei mit einem Klingonen und der anschließenden feuchtfröhlichen Verbrüderung auf der Unfallstation der Raumbasis um ihre Alkoholvergiftung auszukurieren.

Der grausame Blick in den Spiegel am nächsten Morgen, der das Gesicht einer abgemagerten Frau mit tiefen Augenringen, einem blauen Auge und einer aufgeplatzten Unterlippe zeigte – wissend, dass sie sich an die Ereignisse der letzten Nacht nur noch bruchstückhaft erinnern konnte – trug noch mehr dazu bei, dass sie sich mehr und mehr ihrer Wut und ihrem Selbstmitleid hingab.

Mit der Faust begann sie auf ihr eigenes Spiegelbild einzuschlagen und als das Glas in tausend Stücke brach, hatte sie nicht einmal mehr die Motivation zu einem Arzt zu gehen um sich ihre blutenden Hand verarzten zu lassen.

Als der Barbesitzer sich einige Stunden später meldete und sie aufforderte, den aufgetreten Schaden ihrer Kneipenschlägerei vom Vorabend zu begleichen, musste die Terranerin frustriert feststellen, dass ihr neuer klingonischer Bruder sie um ihr letztes Latinum betrogen hatte und sich wohl noch in der selben Nacht aus dem Staub gemacht hatte.

Charakter

Jenny ist eine Kämpfernatur und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Die Sternenflotte war für sie immer wie eine Familie und als sie Paul kennen gelernt hatte, war sie sicher, die große Liebe gefunden zu haben.

Zwar war sie sich durchaus bewusst, dass sie beide ein nicht ungefährliches Leben führten, doch die Hoffnung, ihren Platz im Leben gefunden zu haben, ließ sie die Gefahren, die ihr Beruf mit sich brachte, auf die Seite schieben.

Als das Schicksal ihr einen grausamen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, geriet ihr Leben aus den Fugen und als die Sternenflotte sich von ihr abwandte, begann das Gefühl nutzlos, nicht gebraucht und abgeschoben zu werden sie innerlich aufzufressen.

Ursprünglich lebenslustig und fröhlich, ist sie heute eher verschlossen und durch die Jahre, die sie sich nun schon dem Ale hingegeben hat, hat sie eine ziemlich sarkastische Art entwickelt und lässt nur noch selten jemanden in ihr Inneres blicken.

Einer guten Bettbeziehung oder einem One Night Stand steht sie durchaus aufgeschlossen gegenüber. Sobald sich allerdings eine tiefere Beziehung daraus entwickeln könnte stößt sie jeden Menschen von sich, aus Angst sie könnte für jemanden wieder zu tiefe Gefühle entwickeln.

Auf die Jem’Hadar oder Vota reagiert sie sehr aggressiv und lässt sich auch nicht von ihrem Hass gegenüber der beiden Spezies abbringen.

Fragen nach ihrer Vergangenheit weicht sie nach Möglichkeit aus, da es ihr furchtbar peinlich ist über ihre Sucht und ihren emotionalen Absturz zu sprechen.

Sich selbst würde sie niemals als Alkoholikerin bezeichnen. Zwar weiß sie, dass sie zuviel trinkt und hasst sich auch zu Zeiten dafür, doch die Leichtigkeit, Unbeschwertheit und die Möglichkeit ihre Vergangenheit zu vergessen, welche sich nach den ersten beiden Gläsern Ale in ihrem Körper ausbreitet, ist immer noch zu verführerisch für sie.

Tagsüber ist sie halbwegs nüchtern und ansprechbar, wobei sie meist ein gewisses Grundlevel an Alkohol benötigt um sich wohl zu fühlen. Trifft man sie mittags auf der Straße, würde auf den ersten Blick nichts auf ihren übermäßigen Alkoholkonsum hindeuten. Darum hat sie es bis jetzt auch immer geschafft ihre Söldner- und Tagelöhnerjobs erfolgreich durchzuführen.

Hobbys

Das Nahkampftraining war für sie, bis sie die Sternenflotte verlassen hatte, immer eine Möglichkeit, nach einem langen und anstrengenden Tag wieder mentale Ausgeglichenheit zu erlangen.

Nachdem sie allerdings im Laufe der Jahre immer mehr dem Ale verfallen war, hat sie das Training hier sträflich vernachlässigt. Zwar kann sie es in nüchternem Zustand immer noch mit den meisten Gegnern aufnehmen, doch gegen einen ausgebildeten Nahkämpfer hätte sie keine Chance mehr.

Ein Vulkanier, mit dem sie einmal zusammen gearbeitet hatte, hatte einige Male versucht, sie in die Künste der vulkanischen Meditation einzuweihen – mit eher leidlichem Erfolg. Das Thema fasziniert sie, doch da sie meist ihre Freizeit in einer Kneipe verbringt und nach einer Flasche Ale nicht mehr wirklich zurechnungsfähig ist, hat sie dieses Thema nie weiter verfolgt.

Medizinische Akte

Etliche Knochenbrüche, Prellungen und Platzwunden bedingt durch ihren Job und der Tatsache, dass sie nicht zimperlich ist, wenn es um eine Schlägerei geht.

Eine leichte Leberzirrhose, die allerdings nach ihrer letzten Alkoholvergiftung geheilt worden ist.

Auszeichnungen, Ehrungen, Rangänderungen

In ihrem Abschlussjahr an der Akademie gehörte sie zu den Besten ihres Jahrganges.

In der Sternenflotte bekleidete sie den Rang des Lieutenant bevor sie im Alter von 29 Jahren unehrenhaft entlassen wurde

Negative Einträge, Verweise

Unehrenhaft aus der Sternenflotte entlassen

Sonstiges

An der Sternenflottenakademie lernte seinerzeit Jennys Vater Jonathan einen jungen Mann namens Charles McCarthy kennen. Die beiden Männer freundeten sich an und blieben auch über ihre Akademiezeit hinaus noch sehr gute Freunde. Während Charles die Kommandolaufbahn einschlug, entschloss sich Jonathan dafür sich weiter zum Diplomaten ausbilden zu lassen und trat bald seinen Dienst auf den verschiedensten Sternenflottenschiffen an. Als Jennifer auf die Welt kam erklärte sich Charles dazu bereit ihr Taufpate zu werden.

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