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Venture 64 - Durch die Wüste

--- Auf dem Weg zum Wald

Langsam und weitestgehend schweigend schleppte sich die Gruppe dahin. Alle wurden von der Hitze der roten Sonne geplagt. Füße versanken im heißen Sand, während sie gingen. Gelegentlich querte die Spur eines kleinen Tiers die Richtung, in der sie unterwegs waren. Einmal meinte Celia sogar, etwas zu sehen, was einem irdischen Skorpion sehr ähnlich war.

Langsam ging der Mittag in den Nachmittag über. Die Sonne stand immer noch hoch am Himmel und die Spannkraft wich langsam aus den wanderden Menschen.

Aber der Wald - und es war tatsächlich einer - kam langsam, aber sicher näher. Der Boden wurde fester, so dass man leichter darauf marschieren konnte. Die müden Füße der Wissenschaftlerin merkten es kaum. Ihre rechte Seite brannte inzwischen. Sie verfluchte Hisaki innerlich dafür, daß er ihr diese Salbe aufgetragen hatte. Die Kombination dieser mit der mörderischen Hitze des Planeten machte der Lakota schwer zu schaffen.

Ihre Beherrschung bröckelte.

Das Gehölz war inzwischen so nahe gerückt, dass man die weit voneinander entfernt stehenden, verkrüppelt wirkenden Bäume voneinander trennen konnte. Der Boden dort war von einem schmutzigen Grün - und der Geruch, den der Wind zu den Marschierenden brachte, infernalisch.

War es eine Pflanze, die Fraßfeinde durch ihren Gestank abschrecken wollte?

Oder verweste dort etwas?

"Ach Scheiße, jetzt stinkts hier auch noch...", entfuhr es Jan nicht gerade unlaut. Aber ihm war es egal, ihm war alles egal in dieser Hitzehölle. Er hatte schon gedacht der alleinige Fußmarsch würde ihn umbringen, aber als er an der Reihe war mit den Wagen zu ziehen wurde jeder Schritt zur Qual.

Warum war man im 24 Jahrhundert? Bestimmt nicht um körperliche Schwerstarbeit zu verrichten. Wofür gab es denn Sicherheitler? Er war Wissenschaftler, Forscher! Wie sollte er irgendetwas untersuchen, wenn er vollkommen hinüber war?

Unwillig bemerkte er die vorwurfsvollen Blicke der Umstehenden, "Ach kommt schon, ich sage doch nur, was wir alle denken. Es ist scheiße heiß, scheiße anstrengend und zu allen Überfluss riecht es nach Scheiße..."

Der übermäßige Gebrauch dieses Wortes störte den Risianer überhaupt nicht. Mitten in dieser Wildnis war ihm jeder Rang egal. Er hätte selbst Hisaki oder den Captain angefahren, während er das Gefühl hatte in seinen eigenen Saft zu schmoren.

Derweil war Ruben sich nicht sicher, wie die anderen überhaupt noch die Kraft zum Reden finden konnten. Seit er an der Deichsel des Wagens abgelöst worden war, fühlte er sich ziemlich schwindelig und seine Kehle war trocken wie der Sand unter seinen Füßen.

Dazu das quälende Gefühl porös werdender Lippen.

Was kümmerte ihn da der Gestank, wenn doch jeder einzelne Schritt zu einer fast unlösbaren Herausforderung wurde?! Dem Niederländer wurde es nun zum Verhängnis, dass er so gut wie keinen Sport betrieb.

Aber selbst wenn er jetzt auf der Stelle tot umkippen würde, wäre das noch lange nicht so peinlich, wie in der Trainingshalle der Sicherheit aufzulaufen und dort vor seiner versammelten Truppe jämmerlich zu versagen.

Er konnte sich die Blicke der Anderen genau vorstellen, wenn sie verstohlen seinen deformierten Körper - bleich, von Leberflecken übersät, eingefallen und schwabbelig wirkend - musterten.

Dann lieber in der Hitze leiden wie ein Hund...

Drei unendlich anstrengende Schritte später hielt Wagenvoort dennoch in der Bewegung inne. Er war sich sicher, noch einen Meter weiter und er würde tatsächlich zu Boden gehen wie die abstürzende Venture...

"Pause!", brach es krächzend aus ihm heraus. Die Mundwinkel spannten ob der plötzlichen Bewegung, trotzdem fügte er eine Sekunde später etwas kontrollierter hinzu: "Wir machen eine viertel Stunde Rast"

Das ließ sich Yhea nicht zweimal sagen. Vor allem nicht, da er gerade wieder mit Wagenziehen beschäftigt gewesen war. Schnaufend ließ er sich am Karren herab gleiten und griff nach seiner Flasche. Nur noch ein kleiner Schluck war darin und er überlegte kurz, ob er ihn sich aufsparen sollte. Doch ein paar Sekunden inneren Kampfes später setzte er die Flasche an seine trockenen und spröden Lippen und trank gierig die feuchte Flüssigkeit.

--- Im Wald

Blinzelnd öffnete Jordan die Augen und wartete darauf, dass die Schemen um sie herum feste Konturen annahmen.

Baumstämme.

Baumkronen.

Strahlend blauer Himmel.

Mit einem leisen Ächzen richtete sie sich auf, fühlte Gras unter ihren Fingern, sah sich verwirrt auf der Lichtung um.

Was war passiert?

Vage erinnerte sie sich an einen Transportvorgang... einen Raum... außerirdisches Design, das sie nicht wiedererkannte... und davor eine... Höhle?

Tote Augen, die sie anstarrten... sie schauderte.

Aber kaum dass sie sich darauf konzentrierte, war die Erinnerung bereits wieder weg.

Jordan schüttelte den Kopf. Er fühlte sich an, als sei er in Watte gepackt. Irgendetwas war passiert. Irgendwie war sie hierher gekommen.

Warum war sie nicht mehr auf der USS...

Nein, Moment. Venture. Warum war sie nicht mehr auf der Venture?

Die Ärztin runzelte die Stirn. Langsam stand sie auf, wischte sich abwesend Grashalme von der zerknitterten Uniform.

Sie musste zurück zu ihrem Schiff. Sofort. Sie erinnerte sich nicht daran, wieso, aber sie musste sofort...

Welche Richtung?

Ihr Kopf drehte sich nach rechts. Eine Stimme in ihrem Hinterkopf flüsterte ihr Richtungsanweisungen zu. Automatisch setzten ihre Beine sich in Bewegung.

Eindringlinge. Auf ihrem Planeten. Sie mussten die Eindringlinge loswerden. Sie mussten die Gefahr eliminieren.

Jordans Hand strich über den Phaser an ihrem Gürtel. Sie erinnerte sich nicht daran, dass er eigentlich gar nicht funktionieren sollte.

Sie erinnerte sich generell nicht an sehr viel.

Wie betäubt schritt sie weiter aus.

--- Auf dem Weg zum Wald

"Besteht die Möglichkeit, dass wir vielleicht in naher Zukunft irgendwie an neues Wasser heran kommen?", fragte Yhea in die Runde, wobei seine Blicke meistens an den mitgereisten Wissenschaftlern hängen blieben.

"Ich glaube nämlich nicht, dass wir ohne hier noch viel weiter kommen werden." Ein kurzer Seitenblick zu Wagenvoort bestätigte seine Annahme nur noch und wenn er an den Rückweg dachte ... da überkam ihn trotz der Hitze ein kalter Schauer.

"Wir haben nur noch ein verhältnismässig kurzes Stück bis zu den Bäumen", antwortete Calia schwer atmend und ließ sich ebenfalls in den Schatten des Karrens gleiten. Doch auch hier war es irgendwie nur wenig kühler. Eigentlich war der einzige Unterschied, dass man nicht mehr der prallen Sonneneinstrahlung ausgesetzt war.

"Hier in der Steppe werden wir kaum Wasser finden, hier wächst ja noch nicht einmal ein Kaktus", einen solchen hätte die Lakota wirklich begrüßt. Wenn man wusste, wie, konnte einem auch eine solche Pflanze Feuchtigkeit spenden. Und heutzutage war man ja noch in einer guten Ausgangssituation - immerhin musste man sich nicht mehr mit einem simplen Messer an der festen, stacheligen Haut eines Kaktus' versuchen...

"Aber ich gehe davon aus, dass wir in dem Wäldchen dort vorne irgendwo Wasser finden.", eindringlich blickte sie zu Wagenvoort. So abgekämpft wie dieser bereits war, sie konnten es sich eigentlich nicht erlauben, zu lange zu pausieren. Auch die Mitglieder ihrer eigenen Abteilung waren schon ziemlich angeschlagen, vor allem Forge zeigte dies durch ausgesprochen schlechte Laune.

Sie wandte sich an den Sicherheitschef: "Wir sollten nicht zu lange rasten, Sir. Je länger wir hierbleiben, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir nicht mehr vorwärts kommen..."

Mit all seiner Willenskraft gelang es Ruben, sich auf die Worte der Wissenschaftlerin zu konzentrieren und das brennende Verlangen nach Wasser für einen Moment zu ignorieren.

Wahrscheinlich hatte sie Recht: Man sollte eine stotternde Maschine besser nicht abstellen, wenn man nicht genau wusste, ob sie wieder ansprang...

"Einverstanden...acht Minuten...", antwortete er, wusste aber nicht genau, wie er auf diesen Wert kam. Er schien ein annehmbarer Kompromiss zu sein und noch war der Schmerz in seinen Beinen nicht so groß, als dass er um jede weitere Sekunde gekämpft hätte.

Im Schatten des Wagens sitzen zu können kam dem Sicherheitschef schon fast wie ein Luxus vor, nachdem er vorhin den Karren lang genug selbst gezogen hatte.

'Nur noch ein paar Kilometer', stellte er mit einem Blick in Richtung des Waldes fest, 'Frisches Wasser...'

Sein Geist klammerte sich an den letzten Gedanken, während langsam das Gefühl in seine Beine zurückkroch.

Seufzend stand Forge angelehnt im Gespann des Wagens, unwillig sich einen Zentimeter zu bewegen, auch wenn es ihm aus der Sonne gebracht hätte. '8 Minuten?', ging es durch seinen Kopf. Das war ja eher ein schlechter Witz als alles andere.

So kurz vorm Ziel wäre der Risaianer sogar bereit gewesen weiter zu gehen, da es hier wirklich bestialisch stank. Nicht unbedingt vor dem elend schweren Karren angespannt, aber das verstand sich von selbst.

Gedankenverloren starrte er Claudia Philipps und einem von der Sicherheit nach, die scheinbar die nähere Umgebung auskundschaften. Jan konnte sich gut vorstellen, was man mit seiner Wissenschaftlerkollegin anstellen konnte, aber sie war leider seine direkte Kollegin, somit mit Vorsicht zu genießen, und zudem scheinbar immun gegen seine Werbungsversuche.

Auch Forge bewegte sich jetzt in die Richtung der beiden, nicht zuletzt, weil dort einer der letzten nicht belegten Schattenplätze waren. Die Unwilligkeit sich nicht zu bewegen wurde jetzt schnell von der sengenden Sonne besiegt.

Langsam schlurfte er zu den selbsternannten Entdeckern. Claudia schien mehr oder weniger in Trance zu sein und dieser komische... Carter hieß er wohl, schien aus irgendeinem Grunde sehr aufgeregt und hielt sich mal wieder für sehr clever.

Aufgeregt zeigte dieser auf irgendwas am Boden, was Claudia einem Lächeln entlockte. Ein Platz für ein Stelldichein schien es nicht zu sein, da Veronica ihm erzählt hatte, dass er so einen Platz eher ihm als einer Frau zeigen würde.

Er kam näher und erkannte die Gefahr sofort. Ungeachtet seiner sonstigen Trägheit und dem was man von ihm erzählte, war er nichts desto trotz ein Wissenschaftler.

Sogar ein verdammt guter.

Mit dem Spezialgebiet der Mikrobiologie.

Und was er dort sah, ließ bei ihm alle Alarmglocken klingen.

Carter hatte einen kleinen Tümpel entdeckt, in dem eher trübes, als klares Wasser vor sich hinverdunstete. Dass in dieser Sonne sich dieser Tümpel hielt, bedeutete, dass das Wasser aus dem Erdinneren kommen musste.

Und eigentlich das erste was man bei Starfleet gelernt hatte war, dass auf fremden Planeten grundsätzlich nichts so war, wie auf dem eigenen Heimatplaneten kannte. Jan hätte sich normalerweise gefragt, wo der Sicherheitler herkam, dass er sich aus Pfützen bediente, ohne einmal den Tricorder anzuwerfen.

Auf der anderen Seite konnte er es verstehen. Auch bei ihm hatte die Austrocknung des Hirns begonnen. Aber Forge hatte die Zeit für solcherlei Überlegungen nicht.

Carter schien gentlemanlike der Wissenschaftlerin den Vortritt zu lassen, bevor er sich über die vermeintliche Trinkquelle hermachte. "Claudia nicht!", rief er so laut es mit seiner ausgetrockneten Kehle ging rüber und ging ohne zu überlegen in den Sprint über.

Gerade in dem Moment, in dem die Angesprochene unbeeindruckt von Jans Ruf ihre Hände zu einem Kelch formte und das aufgenommene Wasser zu ihrem Mund führen wollte, erreichte Forge sie, sprang und riss die Frau um.

"Verdammt Forge!", kam es von Carter, der zu einer Schimpftirade ansetzen wollte, aber stattdessen sich anschickte dem Wissenschaftler eine zu verpassen.

Der Risaianer wusste, dass der Mann vor ihm in seinem eigenen kleinen Heldenepos lebte und grundsätzlich alles besser wusste. Schnell stand er auf um Chris die Sache zu erklären, als er mit einem Faustschlag wieder niedergestreckt wurde.

Verdattert fand Jan sich wieder auf dem Boden wieder. Er wusste, dass durch den anstrengenden Fussmarsch, jeder auf seine Grundcharakterzüge zurückgestumpft war. Nichts desto trotz war der Risaianer sauer.

Aber da er wusste, dass er keine Chance gegen den muskulösen Sicherheitler hatte, zückte er geistesgegenwärtig seinen Tricorder und scannte blitzschnell die Wasserpfütze.

Nicht überrascht präsentierte er das Ergebnis, während er am Rande wahrnahm, dass sie die ungeteilte Aufmerksamkeit des Lagers hatten. "Verdammt du Holzklotz, das Wasser hätte euch innerhalb von einem halben Tag umgebracht, von innen aufgefressen! Glaubst du, nur weil du etwas nicht siehst, ist es nicht da?"

"Was ist hier los?", verlangte Wagenvoort mit matter Stimme zu wissen.

Unbemerkt von den Streithähnen hatte er sich der Pfütze genähert, gerade noch rechtzeitig um die harte Rechte des Sicherheitlers zu sehen. Er fühlte sich noch immer klapprig auf den Beinen, aber er schaffte es sich gerade vor der Gruppe aufzubauen.

"Also?!"

Innerlich mit dem Kopf schüttelnd fühlte sich Celia an ein Elternteil erinnert, das versuchte, seine streitenden Kinder in den Griff zu bekommen. Nun ja, irgendwie verhielten sich Carter und Forge nun auch nicht gerade anders. Vor allem Carter.

Celia erhob sich ohne ihre gewohnte Geschmeidigkeit und ging die wenigen Schritte hin zu den Streithähnen. Carter war puterrot angelaufen und schickte sich gerade an, seinen Vorgesetzten verbal anzugreifen und Forge hockte immer noch ziemlich verdattert auf der Erde. Sie ging zu ihm hinüber und nahm ihm den Tricorder aus der Hand.

Nachdem sie die Anzeigen ein wenig überdacht hatte, wandte sie sich an den Sicherheitschef. "Sir, Mr. Forge hatte absolut Recht, einzugreifen. Dieses Wasserloch ist mikrobiell verseucht. Das hätte üble Folgen gehabt...", daraufhiin wandte sie sich an ihre Mitarbeiterin, "eigentlich hätten Sie es aufgrund Ihrer Ausbildung besser wissen müssen, Claudia!"

Auf weitere Vorwürfe verzichtete sie, die Frau blickte sowieso schon sehr betreten drein. Statt dessen streckte sie die Hand aus und half Forge auf, der sich immer noch sein Kinn rieb. "Gute Arbeit.", meinte sie mit einem halbherzigen Lächeln, bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf Wagenvoort richtete.

"Sir, falls wir wider Erwarten dort drüben", ein Nicken in Richtung der Bäume unterstrich ihre Worte, "kein Wasser finden, können wir immer noch versuchen, das hier gefundene Wasser zu dekontaminieren..."

Für einen Moment blieb Rubens Blick noch auf Carter geheftet: Diziplinarmaßnahmen lagen dem Sicherheitschef nicht, denn er war sich bewusst, dass er kaum Autorität ausstrahlte.

Außerdem war er sich nicht sicher, ob der junge Sicherheitler überhaupt schuldhaft gehandelt hatte. Aus Carters Perspektive musste Forges gut gemeintes Eingreifen wie ein Angriff gewirkt haben.

Wagenvoort würde die Sache also vorerst auf sich beruhen lassen...

"Wie lange würde die Dekontamination einer Wassermenge dauern, die für unseren weiteren Marsch ausreicht?"", antwortete er dann der Wissenschaftlerin. Ihr Vorschlag war eine Überlegung wert, auch wenn er den metallenen Geschmack von chemisch gereinigtem Wasser nicht mochte.

'Dekontaminiertes Wasser?' Yhea schauderte bei dem Gedanken. Er hätte jetzt viel lieber irgendeinen klaren Gebirgsbach, aus dem er trinken konnte. Oder natürlich einen Replikator, der es verstand, einen vernünftigen Kaffee zustande zu bringen. Denn bei der Menge an Wasser, die er von seiner Position aus erkennen konnte, glaubte er nicht daran, dass es ihnen viel helfen würde. Weder hydrologisch, noch geschmacklich gesehen.

"Sollten wir nicht lieber versuchen, endlich den Wald zu erreichen?", rief er den Anderen zu, die am Wasserloch wie eine Gruppe Hühner um den Hahn herum standen. "Da ist die Chance doch bestimmt um Einiges größer, brauchbares Wasser zu finden, ohne intensiv Zeit und Material zu verschwenden. Und so weit kann es doch auch nicht mehr sein."

Verwirrt wandte Ruben sich um, als er die Stimme des Romulaners hörte.

"Ich werde eine ähh Entscheidung treffen, sobald ich eine ausreichende Datenbasis für diese habe", erwiderte er, um anschließend seinen Gedankengang zu erläutern, "Hier gilt es sicherlich den Aufwand einer Dekontamination, den ich nicht kenne und nach dem ich Miss Hunter deshalb gefragt habe, gegen die Unsicherheit, in einer fremden Umgebung kurzfristig eine bessere Wasserquelle zu finden, abzuwägen"

Als Wagenvoort seine Erklärung beendet hatte, schaute er wieder fragend die Wissenschaftlerin an: Von ihrer Auskunft würde abhängen, welchen Plan sie wählen würden.

"Ich kann Ihnen leider nicht genau sagen, welche Denkontaminationsprotokolle uns helfen würden...", abwesend warf Celia noch einen Blick auf Forges Tricorder. "Stehen Sie doch auf, Mann!", flüsterte sie ihm zu und studierte dann die Anzeigen. "Wir haben eine mikrobielle Verseuchung, und zwar erkenne ich hier drei verschiedene Sorten. Die eine könnte möglicherweise harmlos sein - aber sicher bin ich nicht.

Forge - Sie sind unser Mikrobiologe. Was meinen Sie?

Unwillig ließ er sich dieser jetzt doch von Claudia aufhelfen, die immer noch betreten dreinschaute. Mit einem bösen Blick zu Carter, der immer noch uneinsichtig dumm in der Gegend herumstand nahm er seinen Tricorder wieder von Celia entgegen.

Auch wenn ihr Lob ihn oberflächlich nicht zu berühren schien, freute er sich dennoch darüber. Ein Lob für seine Arbeit zu bekommen war er nach den Jahren auf der Venture gar nicht mehr gewohnt gewesen.

Jan betrachte die Ergebnisse des Tricorders und beugte sich noch einmal zu der Wasserstelle herunter, um die Daten zu verifizieren. Nachdenklich ließ er ein paar Routinen über die Werte laufen, bevor er sich wieder zu den Führungsoffizieren wandte.

Der Risianer war nicht sonderlich zufrieden. Weder mit den Optionen, die hier erwogen wurden, noch mit den Ergebnissen seiner Untersuchung. "Also...", fing er ungewohnt unsicher an. Es war lange her, dass er Grundlagen für wichtige oder sogar überlebenswichtige Entscheidungen stellte.

"Meiner Meinung nach würde die komplette Reinigung des Wassers gut zwei Stunden bei hundert Litern benötigen. Trotzdem wäre mein Vorschlag, dass wir einen der kleineren Tanks mit dem Wasser befüllen und wir weiter marschieren.

Falls wir bis heute Abend keine bessere Wasserstelle gefunden haben, hätten wir wenigstens genug mit um unsere Reise fortzusetzen, oder hierhin zurück zu kehren. Und bis heute Abend dürften wir es alle noch schaffen...", schloss der Wissenschaftler seinen Vorschlag. Er war sich bewusst, dass er ein wenig elendig aussah und am liebsten hätte er sich einfach hingelegt. Das konnte jeder mit ein bisschen Menschenverstand sehen.

Aber hier ging es um das Überleben der Gruppe und selbst der Spaß und genusssüchtige Jan war sich daher über die Notwendigkeit wohlüberlegter Entscheidungen bewusst.

Doch eines konnte er sich doch nicht verkneifen, zumal seine Laune immer noch nicht sonderlich gut war. Daher blickte er noch einmal zu Ruben und zwang ihm seinen Blick auf, der gleichermaßen ernst und übel gelaunt war.

"Außerdem riecht es hier immer noch nach Scheiße, Sir."

Bei den letzten Worten des Wissenschaftlers seufzte Ruben innerlich.

Wieso war der junge Mann nur anscheinend so darauf erpicht, seinen wirklich guten Vorschlag gleich durch diese kindische Feststellung vergessen zu machen?

Und das war keine rhetorische Frage - Ruben wusste es tatsächlich nicht. Es fiel ihm immer schwer, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Erst Recht, wenn sein Gehirn gerade langsam von der Sonne geröstet wurde...

Das war einer der Gründe, warum er kein wirklich guter Kriminalist geworden war und sich eher auf logische, denn auf menschliche Fragestellungen verstand: Verbrechen fanden oft nicht aus reiner Berechnung statt, sondern aus emotionaler Motivation.

Wagenvoort merkte selbst, wie er den gedanklichen Fokus verlor, und zwang sich zurück in das Hier und Jetzt.

"Sehr gut, Ihr Vorschlag stellt einen guten Kompromiss dar. Fangen Sie am Besten sofort mit der Umsetzung an. Carter", der Niederländer blickte kurz zu dem immer noch grimmig dreinblickenden Sicherheitler, "wird Sie dabei unterstützen"

Ruben hoffte, dass ihnen dies die Möglichkeit geben würde, ihre Differenzen zu beseitigen. Zwietracht konnten sie sich auf dieser Mission nicht leisten.

Leise grummelnd setzte sich Jan in Bewegung. 'Dieser Holländer hat doch nicht alle Latten am Zaun...', schoss es durch seinen Kopf, als er Carters ebenfalls nicht begeisterte Miene sah.

Das zauberte wiederum ein Lächeln auf das Gesicht des Risianers. Wenn er schon mit ihm arbeiten musste, dass konnte er sich seinen Spaß mit ihm machen.

"Ich weiß, du arbeitest generell auf dem anderen Ufer, aber kannst du mir trotzdem hier helfen?", fragte er fast süßholzraspelnd, als er sich Schutzhandschuhe anzog und nach einem der Wassercontainer griff.

Celia beobachtete, wie der Wissenschaftler sich an die Umsetzung seines Vorschlages machte. Sie musste zugeben, die Idee hatte wirklich etwas für sich. Auch wenn ihr der Gedanke an langwierige Dekontaminationsprotokolle nicht wirklich zusagte.

Aber so war zumindest ihr unmittelbares Überleben gesichert. Die Lakota versuchte abzuschätzen, wie lange sie mit dieser Truppe, die von Minute zu Minute mental wie körperlich mehr abbaute, noch zum Waldrand brauchen würden. Celia selber war zwar durch ihre ausgedehnten Holodeckwanderungen einigermassen fit, aber auch nicht hundertprozentig für eine Wanderung in einem solchen Klima ausgerüstet. Sie beschloss, sollten sie je das Wunder schaffen und die Venture wieder in flugfähigen Zustand bekommen, zukünftig auch einmal andere Szenarios zu erwandern.

Eine Bewegung am Waldrand erweckte ihre Aufmerksamkeit. Kaum versuchte sie, die Bewegung festzuhalten, schien sie ihren müden Augen wieder zu entgleiten. War da tatsächlich etwas oder hatte sie sich das eingebildet?

Nein, irgendetwas bewegte sich dort. Aber sie konnte es kaum erkennen.

"Sir", wandte sie sich an Wagenvoort, der war ja immerhin der Sicherheitschef, "am Waldrand bewegt sich etwas!"

Automatisch folgte Rubens Blick dem Fingerzeig der Wissenschaftlerin:

Zunächst war es schwer, überhaupt etwas durch die flirrende Luft zu erkennen - die weite, sandige Ebene schien aus einer einzigen riesigen Luftspiegelung zu bestehen.

Doch tatsächlich, nahe der Laubgrenze bewegte sich etwas. Und wenn Wagenvoorts sich nicht täuschte, handelte es sich der Form nach um ein humanoides Wesen.

Mehr konnte der Niederländer aber beim besten Willen nicht erkennen.

Da half es auch nicht, die Augen zu winzigen Schlitzen zusammenzukneifen und sich ganz auf das Ziel zu konzentrieren.

"Kann irgendwer erkennen, wer oder was am Waldrand steht?", wandte er sich lauter an die restliche Gruppe, doch er erntete nach kurzer Zeit nur ein allgemeines Kopfschütteln.

"Dann gehen wir besser vorerst davon aus, dass es sich um einen Feind handelt", fügte er hinzu. Immerhin, wie hoch waren schon die Chancen, dass es sich um Jordan handelte?

--- Am Waldrand

Als sie den Waldrand endlich erreichte, hatten ihre steifen Glieder sich ein wenig gelockert. Schweiß glitzerte auf ihrer Stirn, doch Jordan ignorierte ihn. Ihr Blick glitt in die Ferne, wo die Silhouette der Venture am Horizont verschwamm.

Erst dann konzentrierte sie sich auf die kleine Gruppe, die wenige Meilen entfernt an einer Senke haltgemacht hatte.

Sie sah zurück zur Venture. Zögerte. Der Drang, die Gruppe zu ignorieren und direkt zur Venture zu laufen war stark.

Die Stimme in ihrem Hinterkopf gemahnte sie, sich nicht zu früh zu verraten.

Die Hand, die zu ihrem Phaser geglitten war, verharrte und sank zurück an ihre Seite.

Trocken schluckte sie und setzte sich in Richtung der Gruppe in Bewegung.

--- auf dem Weg zum Wald, Wasserstelle

"Hey Carter!", stupste Jan den Fleischriesen an, "Du Sicherheit, du gehen!", ein bösartiges Funkeln antwortete ihm, als Chris sein Schwert nahm und bedrohlich langsam zog.

"Ja, du schönes Schwert haben...", der Risaianer hatte mittlerweile ein diebisches Vergnügen daran gefunden zu Carter wie zu einem Schwachsinnigen zu reden. Scheinbar hatte er ein Anti-Aggressionstraining hinter sich, oder es war schlicht ein Wunder, dass er ihn noch nicht angefallen hatte und sein Herz mit den Zähnen zerfleischt hatte, "Du jetzt gehen und böse Wesen aua machen tun..."

Wenn blicke töten könnten, wäre Jan in der letzten Sekunde tausend Tode gestorben. "Hopp, hopp!"

Ein wenig irritiert blickte Celia zu Forge hinüber. Manchmal benahm der Mann sich wie der qualifizierte Wissenschaftler, der er war, so wie vorhin - und manchmal zweifelte sie tatsächlich an seinem Verstand. Aber natürlich war es auch möglich, dass ihm die Hitze sehr zusetzte und er deswegen in diese provozierende Art zu Sprechen verfiel.

Mit schweren Beinen ging Celia zu Wagenvoort.

--- auf dem Weg zum Wald, am Wagen

"Hat niemand an einen Feldstecher gedacht? Keiner von uns hat so gute Augen, um zu sehen, wer das dort hinten ist - aber man könnte ja nachhelfen...", sie selber hatte in ihrer wissenschaftlichen Ausrüstung keinen dabei.

--- auf dem Weg zum Wald, Wasserstelle

Als die Wissenschaftlerin zu Wagenvoort gegangen war, baute Henry Combatch sich demonstrativ neben dem Flegel von Möchtegerncasanova auf.

Obwohl Forge recht groß war, überragte der grobschlächtige Sicherheitler diesen noch um eine halbe Kopflänge. Seine linke Hand, die eher einer Pranke glich, war fest um den Griff seines Schwertes geschlossen.

Zugegeben, er selbst konnte Carter auch nicht leiden.

Der Typ war undiszipliniert, integrierte sich nicht, stellte Autoritäten ständig in Frage, war insgesamt eher eine Schande für die Sicherheit als eine wirkliche Hilfe.

Dennoch: Er war Sicherheitler.

Und niemand ging so mit einem von Henrys Kameraden um.

Fast väterlich legte er seine freie rechte Hand auf die Schulter von Jan, schaute ihm eindringlich in die Augen, um dann seinen Griff langsam fester zu schließen, bis Forge schließlich leicht unter den Schmerzen wegknickte.

"An deiner Stelle würde ich mich zurückhalten", brachte Combatch betont entspannt hervor, während er den Wissenschaftler wieder losließ.

--- auf dem Weg zum Wald, am Wagen

"Gute Idee!", erwiderte Ruben dankbar. Er fühlte sich mittlerweile wie eine weichgekochte holländische Tomate und nahm seine Umwelt nur noch wie durch einen Filter von Hitze und Sand wahr. "Allerdings habe ich auch kein Fernglas dabei. Vielleicht sollten wir die Ausrüstung auf dem Wagen durchschauen"

Ohne eine Antwort abzuwarten, begann er Richtung Wagen zu gehen.

Alnak war hin und her gerissen durch seine Neugierde. Er konnte sich nicht richtig entscheiden, ob er dem unbekannten Wesen blinzelnd entgegen starren sollte, um vielleicht als Erster erkennen zu können, um was es sich handelt; was mit seinen trockenen und roten Augen vermutlich nicht wirklich von Erfolg gekrönt war, oder ob er dem grandiosen Schauspiel zwischen Forge und Carter folgen sollte. Vor allem die sicherheitstechnische Abreibung von Combatch an Forges Adresse roch gerade danach interessant zu werden. Wann gab es schon mal die Chance, Logenplätze für solch einen Kampf zu haben; auch wenn die Bedienung mit Snacks und kühlen Getränken eindeutig zu wünschen übrig ließ.

Wagenvoorts gekrame hinter ihm im Wagen lenkte ihn von dem Geschehen ab; wobei es wohl sowieso den Anschein hatte, dass die Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden jungen Männern bis auf Weiteres vertagt worden war. Combatch schien wohl doch die richtigen Worte gefunden zu haben ... überraschenderweise.

"Ruben, was suchen Sie denn da so Wichtiges?", fragte er dann doch nach einigen Sekunden und erhob sich schnaufend vom Boden.

Der Niederländer machte sich nicht die Mühe, seinen Kopf anzuheben, während er die Ausrüstung weiter murmelnd durchwühlte. "Irgendjemand muss doch einen Feldstecher eingepackt haben..."

Doch auch beim zweiten Durchsehen fand Ruben nichts, was ihnen in der Situation weitergeholfen hätte. Etwas resigniert trennte er seinen Blick von der Ladefläche und fixierte den Romulaner.

"Hmm, dann können wir wohl nur warten und hoffen", fügte er seufzend hinzu. Geduld war nicht seine Stärke. Im Gegenteil, er hasste jede Form von Ungewissheit.

--- auf dem Weg zum Wald, Wasserstelle

"Oja, ich vergaß, weil du der stärkste Mann am Platz bist muss ich auf die hören du Muskelprotz, dass kannst du dir mal getrost abschminken. Bist du irgendwie seine Mami, oder seine Hebamme?", erwiderte Forge ebenso entspannt und versuchte sich nicht die Schmerzen, die der Schraubstockähnliche Griff an seiner Schulter verursachte, anmerken zu lassen.

"Ich rette ihm das Leben, bzw. bewahre ihn vor fahrlässiger Tötung und der Idiot hat nichts Besseres zu tun als mir eine rein zuhauen. Wenn du willst halte ich mich das nächste Mal zurück, wenn irgendeiner von euch Genies drauf und dran ist sich umzubringen...

Gelassen ignorierte Henry die sarkastischen Worte des Wissenschaftlers. Um sich von einem Halbstarken verbal herausfordern zu lassen, war er mittlerweile eindeutig zu alt.

"Wir sind ein Team: Alleingänge und Zwietracht gefährden uns alle. Sparen Sie sich also Ihre kindischen Spitzen gegen Carter - sobald wir Feindkontakt haben werden Sie froh sein, sich hinter den "Muskelprotzen" verstecken zu dürfen"

"Und bis dahin könnt ihr froh sein, wenn ich meine Arbeit erledige, um euch vor Vergiftungen schütze. Aber ich werde ihn gerne in Ruhe lassen, da ich keine Lust habe mir noch ein paar einzufangen, nur weil ich ihn vor seiner eigenen Dummheit rette..."

Mit diesen Worten ging Jan wieder zur Wasser stelle und schraubte einen Kanister zu. Combatch hatte generell nicht Unrecht, dass man sich eigentlich gut mit den Sicherheitlern stellen sollte, aber er hatte ja auch nur etwas gegen einen Bestimmten.

Mit diesem ausgeprägten Rudelbewusstsein hatte er nicht gerechnet. War er eigentlich der Einzige, der realisiert hat, vor was er Carter gerettet hat? Nein, Celia hatte es auch verstanden, der ach so geniale Holländer aber mal wieder nicht. Fragte sich, wer das Genie nun war.

Seufzend machte sich Forge wieder an die Arbeit, während sein Helfer wichtig wie ein Wachhund in die Ferne, wie alle anderen starrte. Sicherlich war das interessant, aber der Risaianer machte sich keine Illusionen, dass er als erster etwas Tolles erkennen würde.

Außerdem würde er einen Teufel tun und sich in die erste Reihe stellen...

--- am Waldrand

Jordan schirmte die Augen gegen die Sonne ab und blinzelte. Dann sank ihre Hand unsicher zurück an ihre Seite. Das Team der Venture musste sie bemerkt haben, hatte sie aber trotzdem kaum zur Kenntnis genommen.

Das dauerte alles zu lange.

Einen Augenblick lang arbeitete es in ihr.

Oh. Sie erkannten sie nicht.

Trotz des Nebels in ihrem Kopf dauerte es nicht länger als sonst, bis ihr eine Lösung einfiel.

Die Ärztin blieb stehen, um nach ihrem Tricorder zu greifen und den Scanner zu aktivieren. Das rote Licht des Sensors am Kopf des Geräts leuchtete auf. Zwei Kommandos, und das Licht intensivierte sich, als weitere Funktionen aktiviert wurden. Ja, das müsste funktionieren. Sie stand ja gegen den Wald im Schatten.

Sie hob den Arm und winkte der Gruppe, um auf sich aufmerksam zu machen.

Dann hob sie den Tricorder über ihren Kopf, so dass der Sensor in Richtung der Gruppe wies, und begann, den Scanner ein- und auszuschalten. Dreimal an, dann Pause. Viermal, dann Pause. Einmal, dann Pause.

Es handelte sich um die Koordinaten einer Standard-Eröffnungssequenz auf dem Kal-Toh-Brett. Wenn Wagenvoort oder S'Tom bei der Gruppe waren, würden sie schlussfolgern, dass sie es mit Jordan zu tun hatten.

Oder mit einem geheimnisvollen vulkanischen Eremiten.

Einen Moment lang zuckten Jordans Mundwinkel, aber der schwache Witz kam nicht gegen das Gefühl der Taubheit an.

--- auf dem Weg zum Wald, beim Wagen

"Können Sie das auch sehen?"

Noch ehe der Romulaner hatte antworten können, deutete Ruben aufgeregt Richtung Waldrand. Wer auch immer dort mit den Armen wedelte - er legte es jedenfalls nicht darauf an, unauffällig zu sein.

Yhea drehte den Kopf in die von Ruben gezeigte Richtung, starrte angestrengt zum Waldrand; oder wo er sich seiner Meinung mach befinden musste, denn von seiner Position aus konnte er nicht wirklich mehr sehen als einen größeren Stein in ihrer Nähe. Er war versucht, dies dem Niederländer so mitzuteilen, doch vermutlich war dieser gerade nicht zu Scherzen aufgelegt, weswegen er sich dann murrend und schwitzend aufrichtete und neben Wagenvoort trat.

Mit den Händen die Sonne abhaltend stand er da, schaute zum Wald und erblickte eine Person, die wilde Winkbewegungen aufführte und dabei etwas Blinkendes in den Händen hielt. Konzentriert versuchte er, aus dem Ganzen schlau zu werden, doch weder das Winken noch das Blinken sagten ihm irgend etwas.

"Vielleicht ein Balzritual hier auf diesem Planeten", schlug er Ruben vor, während er weiter dem Tanz zusah.

"Meinen Sie wirklich?", erwiderte Ruben. Er selbst hatte sich mit Kulturanthropologie nur ansatzweise beschäftigt, abgesehen davon kannte er sich auch so kaum mit Balzritualen aus.

Während der Romulaner kurz seine Augen verdrehte, stoppte das rhythmische Blinken plötzlich, um exakt zwanzig Sekunden später wieder zu beginnen.

"Oh, die Sequenz wiederholt sich!", stellte der Niederländer wenig später fest. Und nachdem er sie von Anfang verfolgen konnte, erkannte Wagenvoort auch den Inhalt.

"Ein ziemlich defensiver Kal-toh-Spielzug. Und Miss Kincaid spielt in ihrer Freizeit Kal-toh! Die Wahrscheinlichkeit beträgt damit 69%, dass es sich um die verschwundene Ärztin handelt!"

Seine letzten Worte waren laut genug gewesen, um von der ganzen Gruppe gehört werden zu können.

"Miss Hunter, könnten Sie mit Ihrem Trikorder eine Antwort übermitteln?"

Überlegend blickte Celia auf ihren Tricorder, dann wieder zu der Gestalt am Rand des Gehölzes. Neunundsechzig Prozent? Celia war sicherlich keine brillante Rechnerin, aber warum sollte auf dieser gottverlassenen Einöde ausgerechnet jemand einen Kal-toh-Zug blinken, wenn es sich nicht um Jordan Kincaid handelte?

Die Lakota nahm ein paar Modifikationen an ihrem Tricorder vor und versuchte, ein paar Signale zu senden. Jedoch mußte sie schnell feststellen, dass das Gerät zwar bei Dingen, die in seiner Nähe waren -wie zum Beispiel der kontaminierten Wasserstelle - einwandfrei funktionierte, aber für alles, was mehr Energie erforderte, nicht einzusetzen war.

Innerlich verfluchte die Frau das Dämpfungsfeld, das Schuld an der ganzen Misere war. Nichts, aber auch schon gar nichts, klappte, wie es sollte. Und langsam merkte auch sie, wie ihr die Hitze zusetzte, obwohl sie aufgrund ihrer Volkszugehörigkeit doch eher eine zähe Natur war und viel aushielt.

Bei dem Gedanken an ihr Volk kam ihr eine Idee. Zügig begann nun ihrerseits sie, die Rucksäcke und Taschen zu durchforsten, bis sie etwas fand, das das Sonnenlicht reflektierte. Immerhin hatten ihre Vorfahren sich nicht nur mittels Rauchzeichen, sondern auch durch Reflexionen verständigt.

Diesen besonderen 'Code' würde die Ärztin natürlich kaum verstehen. Kurz überlegte Celia, während sie ein paar Meter in Richtung des Waldes schritt, ob sie die Nummer der Hope blinken solle, aber dann fiel ihr ein, dass das bei Kincaid vollkommen sinnlos sein würde, hatte sie doch die Hope-Zeiten nicht mehr erlebt.

Was also dann? Nach kurzem Überlegen hatte sie eine Idee. Die Sicherheitscodes der Venture würden zur Informationsübermittlung herhalten müssen. Die Codes waren unterschiedlich - sonst wären sie nicht gerade sicher - aber die ersten fünf Ziffern waren in jeder Station schiffsintern gleich.

Also hob sie ihren umfunktionierten optischen Telegrafen und begann, die Signale zu geben.

--- Am Waldrand

Endlich blitzte etwas in der Hand einer der Personen auf. Jordan schirmte die Augen ab und runzelte die Stirn.

Drei... Acht... Neun...

Sicherheitscodes.

Ah.

Sie hatten sie erkannt. Gut.

Ohne sich mit einer weiteren Antwort aufzuhalten, verstaute sie den Tricorder zurück in ihrem Gürtel und ging der Gruppe entgegen. Sie konnten sich auf halben Wege treffen.

Die Stimme, die ihr Kommandos ins Ohr flüsterte, hoffte, dass sie auf dem Weg zurück zum Schiff waren. Sie hatte schließlich einen Captain zu töten.

Schweiß stieg ihr in die Stirn, sobald sie den Schatten des Waldrands verließ und in die gleißende Sonne trat. Automatisch wischte sie ihn alle paar Minuten mit dem Handrücken weg.

Solange sie lief, musste sie nicht denken. Mit all diesem Nebel in ihrem Kopf war es wirklich angenehm, nicht zu denken.

--- Auf dem Weg zum Wald, beim Wagen

"Anscheinend war Ihre Antwort richtig", bemerkte Yhea, der in Richtung Wald starrend neben der Wissenschaftlerin stand. "Wenn meine altersschwachen Augen mich nicht täuschen, dann kommt die Person auf uns zu."

Ja, das war wohl mit ziemlicher Sicherheit so, denn langsam aber sicher wurde die entfernte Figur größer und er schien mehr Einzelheiten erkennen zu können.

"Erkennt schon Jemand, ob es sich wirklich um Jordan handelt?", fragte er in die Runde, erntete jedoch nur Kopfschütteln. "Vielleicht sollten wir auf sie zugehen; müssen wir nicht sowieso in Richtung Wald?"

Er drehte sich zu der anderen Gruppe um, die immer noch an dem Wasserloch beschäftigt waren.

"Wie weit sind Sie, können wir aufbrechen oder wollen Sie hier Ihren Strandurlaub verbringen?"

"Ja, wir werden auf die Person zugehen. Aber wir bleiben vorsichtig, man weiß ja nie...", antwortete Ruben auf die erste Frage des Romulaners.

Zwar war es eher unwahrscheinlich, dass es sich nicht um Jordan handelte, aber derzeit konnte es auch nicht ausgeschlossen werden.

In jedem Fall würde aber schon der Umstand zur Vorsicht mahnen, wenn die Ärztin nach einer mutmaßlichen Entführung "einfach so" am Waldrand auftauchte.

Während der Sicherheitschef noch versuchte die Überlegungen zu ordnen, war Carter schnaufend damit beschäftigt, den gefüllten Wasserkanister auf den Wagen zu heben.

Der Behälter fasste bis zu 30 Liter, was einer Tagesration der Gruppe entsprach. Der Niederländer hoffte, nicht auf diesen Notbehelf zurückgreifen zu müssen: Gereinigtes Wasser schmeckte abscheulich abgestanden und metallisch, verursachte Verdauungsbeschwerden und führte längerfristig zu Mangelerscheinungen.

"Wenn alle bereit sind, marschieren wir jetzt weiter und folgen dem Profil der Dünenkette links"

Wagenvoorts Ausspruch war Frage und Aufforderung zugleich gewesen, vorerst schien aber niemand mehr etwas sagen zu wollen. Umso besser...

"Combatch, schicken Sie jemand Kleines als Späher vor, sobald wir diese Senke verlassen und die Dünen erreicht haben. Außerdem soll je ein Sicherheitler in einem Abstand von fünfzehn Metern zur Hauptgruppe unsere Flanken sichern"

Derzeit war ihre Position vom etwas höher gelegenen Waldrand problemlos einsehbar. Sicher, der potentielle Gegner konnte wahrscheinlich auf moderne Technik zurückgreifen und würde ihre taktische Formation auf dem Scanner entdecken. Anderseits würden sie unter dieser Grundannahme mit Hieb- und Stichwaffen gegen Disruptoren kämpfen müssen - die Gruppe etwas auseinanderzuziehen würde dann auch nicht mehr schaden...

Nachdem Combatch den Befehl nickend bestätigt hatte, setzte sich die Gruppe langsam in Bewegung.

--- Auf dem Weg zum Wald, etwas später

Die Gruppe hatte sich Stück für Stück der unbekannten Person angenähert.

Nach kurzer Zeit hatten sich die Sicherheitler auch entsprechend Rubens Anweisungen formiert gehabt. Ihr Späher war zwischen den Sandbergen verschwunden, nur ab und zu konnte man einen Schatten erahnen, der aber schnell wieder mit dem gelben Sand verschwamm.

Ruben hatte auch weiterhin bei jeder sich bittenden Möglichkeit den Horizont angestarrt, aber die flirrende Luft machte es immer noch schwierig, den Fremden zu fokussieren.

Dennoch, bald würden sie Gewissheit über die Identität der anderen Gestalt haben. Vielleicht schon, wenn sie den nächsten Dünenberg passiert hatten?

"Sir!"

Eine Stimme aus dem Nichts ließ den Sicherheitschef zusammenzucken. Alnak und Hunter, die schweigend neben dem Niederländer hermarschierten, erschracken ebenfalls leicht.

Aus dem gelben Hintergrund des Dünenkamms löste sich eine Gestalt - ihr Späher hatte offensichtlich einen besonderen Sinn für Dramatik. Oder fand es einfach nur komisch, seine Offiziere zu erschrecken.

"Sir, aus vorgelagerter Position konnte ich die fremde Person identifizieren: Es handelt sich eindeutig um Miss Kincaid. Und sie ist allein. Wir werden sie bei gleichbleibender Geschwindigkeit in ungefähr zehn Minuten erreichen"

Nachdem der Bericht beendet war, nickte Ruben anerkennend.

"Ausgezeichnet! Informieren Sie unsere beiden Flanken und gehen dann zurück in ähh Position. Nehmen Sie aber vorerst keinen Kontakt mit ihr auf, sondern umgehen sie Miss Kincaid in einem sichelförmigen Bogen"

So schnell der Sicherheitler aufgetaucht war, so rasch war er auch wieder verschwunden. Ein guter Mann, geschickt und unauffällig.

"Was meinen Sie", wandte Ruben sich dann an die beiden anderen Offiziere, "ist es nicht ungewöhnlich, dass unsere entführte Ärztin wie aus dem nichts wieder auftaucht?"

"Ich halte das sogar für ausgesprochen ungewöhnlich", stimmte Hunter dem Sicherheitschef, der inzwischen rot wie eine Tomate war, zu. "Das kann entweder bedeuten, dass ihre Entführer ausgesprochen dumm oder aber Dr. Kincaid ausgesprochen clever war.", die Lakota pausierte kurz und sammelte ihre Gedanken, die ihr bei der Wärme des Nachmittages ein wenig auf Abwege gerieten.

"Oder aber es war Absicht und die 'Entführer' haben sie entkommen lassen.", Celia wischte sich mit dem Ärmel ihres Leinenhemds den Schweiß vom Gesicht. "Dann sollten wir uns allerdings nach dem 'Warum?' fragen. Wenn die Einwohner dieses Planeten eine Botschaft an uns, die hier Gestrandeten", ein kurzes und schräges Lachen entfuhr ihr, als sie an die derzeitige Situation der Venture dachte, "haben - warum kommen sie dann nicht direkt zu uns? Warum den Umweg über Dr. Kincaid?"

Etwas verwirrt blickte der Romulaner zwischen Ruben und Celia hin und her, während er hinter ihnen her trottete und versuchte, mit seinen schweiß-nassen Händen nicht den Griff vom Wagen zu verlieren. Nachdem nämlich der Niederländer die Sicherheitler los geschickt hatte, um ihre Flanken zu decken, war kaum Jemand über geblieben, um ihr Wasser zu ziehen. Wobei sich Yhea nicht wirklich sicher war, was diese Taktik bringen sollte. Schließlich konnte eine einzelne Person, die auch noch zu ihrer Crew gehörte, nicht einfach so von mehreren Seiten gleichzeitig kommen; es sei denn, sie hatte in den letzten Stunden gelernt, sich zu teilen; was er stark bezweifelte.

"Ich frage mich", stöhnte er unter der Anstrengung des Wagenziehens, "wie Sie es geschafft haben, sich eine solch pessimistische Denkweise anzugewöhnen. Kann es nicht einfach sein, dass Jordan vielleicht einfach Glück hatte? Warum müssen wir unter jedem Stein das Böse erwarten?"

Er blickte kurz zu Carter, der aber anscheinend seinen Wink mit dem Zaunpfahl nicht bemerkte.

"Pessimistisch?", Hunter zog in bester Vulkaniermanier die schwarzen Augenbrauen hoch. "Ich würde das eher als eine gewisse Vorsicht bezeichnen... Es mag ja gut sein, daß Dr. Kincaid einfach Glück gehabt hat. Aber wenn nicht?

Wollen Sie einfach blauäugig in etwas hinein rennen, was uns Kopf und Kragen kosten kann?"

'Solange es nur Carters Kopf war, der dran glauben musste ...', geisterte es durch Yheas Kopf, während er ein Lächeln zu Tage förderte.

"Sie haben ja recht", stimmte er ihr zu und deutete zum Waldrand. "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste."

Er liebte dieses Sprichwort, auch wenn es eines von der Erde war. Doch die romulanische Version war lange nicht so aussagekräftig, zudem verstand sie in den meisten Fällen niemand.

"Ich würde nur gern langsam in den Schatten kommen; vielleicht kommt dann auch meine Vorsicht zurück. Denn ehrlich gesagt fühlt sich mein Kopf langsam so an, als hätte ich ihn zu lange in die Dilithium-Kammer des Warp-Antriebes gehalten."

Die Schilderung des Romulaners verwunderte Ruben. Er hatte stets angenommen, dass die in der Dilithium-Kammer herrschende Strahlung augenblicklich jedes Lebewesen tötete.

Da Wagenvoort keine besondere Unempfindlichkeit bei Romulanern bekannt war, musste es sich wohl eher um einen jener Scherze des Technikers handeln, die er für gewöhnlich nicht richtig verstand.

"Das würde ich auch nur zu gern", erwiderte der Niederländer, "Aber wir müssen jegliches Risiko vermeiden. Die Venture ist auf den Erfolg unserer Aussenmission angewiesen. Und ich würde auch gern noch, nunja, unbeschadet zurückkehren"

"'Jedes Risiko vermeiden'", äffte Jan Ruben lauter als beabsichtigt nach, während er sich mit dem Wagen abmühte. Die empörten Blicke, die er sich darauf einfing quittierte er mit einem Stöhnen und verzichtete nicht daruaf sich zu rechtfertigen. "Bei allen schwarzen Löchern. Das ist hier die pessimistischste und bürokratischste Rettungsmission die je gestartet ist. Zuallererst, wie wäre es mit einem 'Gott sei Dank sie ist am Leben'?" Die Hitze, der Gestank, undankbare Sicherheitler und das Geschwafel der Führungsoffiziere gingen ihm gehörig auf die Nerven.

"Wir haben Wasser gefunden und tatsächlich auch Dr. Kincaid! Selbst wenn wir keine bessere Quelle finden würden, hätten wir schon fast alle Ziele erreicht, die wir hatten! Jordan wird sicherlich eine gute Geschichte und 'Rechtfertigung' haben, warum sie hier unverschämter Weise lebend auf uns zukommt!

Und wenn wir noch ein bisschen Glück haben, hat sie vielleicht schon etwas über das Dämpfungsfeld herausgefunden... Ich weiß nicht wie Sie das sehen, aber alle dringende Probleme haben wir schon gelöst und mit dem Dämpfungsfeld wird Mr Alnak sicher auch zurecht kommen. Aber ein bißchen Freude würde Ihnen allen gut zu Gesicht stehen...", schloss Jan, seine Standpauke. Sein Gesichtsausdruck verriet, dass ihm jeder Eintrag, wegen seiner unverschämten Ausdrucksweise, in seiner Akte egal wäre.

Trotz der respektlosen Art des Vortrags musste Ruben sich eingestehen, dass Forge nicht gänzlich im Unrecht war. Die Wortwahl des jungen Wissenschaftlers trieb ihm dennoch die Röte ins Gesicht.

Weniger aus Verärgerung über Forge, sondern mehr aus der Scham heraus, sich von einem Untergebenen öffentlich so behandeln zu lassen und dabei unfähig zu sein, eine angemessene Reaktion zu zeigen.

"Ähh, wenn Sie meinen..."

Mehr brachte Wagenvoort nicht zu Stande. Dabei hätte er dem arroganten Pinsel zu gern ins Gesicht geschleudert, dass dieser auch nicht die Verantwortung für die Gruppe trug und sich eine optimistische Betrachtung erlauben konnte.

Egal, bald würde sich herausstellen, ob Vorsicht angebracht war oder nicht...

--- Ein Stück entfernt

Jordan war schwindelig. Sie versuchte sich daran zu erinnern, wann sie das letzte Mal etwas getrunken hatte, aber unter der brennenden Sonne war Durst aufgeflammt, der es noch schwieriger machte zu denken als zuvor. Die Wahrheit war, sie wusste nicht, wann sie etwas getrunken hatte oder gegessen oder geschlafen. Sie hatte so eine Ahnung, dass sie es nicht einmal wissen würde, wenn sie sich wirklich darauf konzentrierte es herauszufinden.

Blinzelnd wischte sie sich mit dem Ärmel Schweiß aus der Stirn. Die Gruppe kam langsam in Rufweite. Sie konnte Gesichter ausmachen. Ruben. Hunter. Und da war Forge. Was war mit Forge? Ach ja. Die Geschichte mit dem Cocktail. Vor dem Absturz. Sie war froh, dass Campbell mit der Atlantis davongeflogen war.

Das würde ihre Aufgabe erleichtern.

"He, Doc!", hörte sie Combatch rufen, groß genug, um hinter Ruben und Hunter noch zu sehen zu sein, wie er winkte. Müde hob sie den Arm und winkte zurück.

--- Auf dem Weg zum Wald

Ein weiterer Schwindelanfall ließ sie auf den letzten Metern taumeln, aber sie fing sich, noch bevor Combatch ihr entgegensprinten und sie auffangen konnte. Dankend hielt sie sich an seinem Arm fest, und die Welt stabilisierte sich wieder. Durst, Kreislauf, sonst nichts. Ging mit Untergewicht einher. Verdammt, Campbell hatte Recht.

Jordan hustete trocken. "Ich hoffe, Sie haben mich nicht vermisst", sagte sie mit rauher Kehle und einem misslungenen Anfall von Humor.

"Natürlich haben wir das", erwiderte Ruben jetzt doch erleichtert, dass die Ärztin halbwegs wohlauf war. "Am besten setzen Sie sich voerst auf den Wagen und ruhen sich etwas aus. Einen Moment, ich reiche Ihnen etwas Wasser..."

"Danke. Es geht schon. Ich brauche nur einen Moment", erwiderte Jordan heiser und nahm dankend das Wasser entgegen. Ein paar Schlücke später fühlte sie sich erheblich besser. Das Wasser mochte abgestanden und warm sein, aber sie war gerade nicht pingelig.

Langsam wurde die Ärztin sich gewahr, dass der Rest des Trupps geduldig darauf wartete, dass sie sich fasste. Sie hatten ihren Marsch unterbrochen, während sie sich an den Wagen lehnte und zu Atem kam. Schweiß lief ihnen allen über die Stirn, ihre Uniformen und Zivilkleider waren schmutzig und zerknittert. Sie selbst sah vermutlich nicht besser aus.

"Ich bin betäubt und entführt worden", sagte sie schließlich müde. "Die Spezies ist semi-humanoid, dreiäugig, sehr stark, sonst keine ins Auge springenden Auffälligkeiten. Ich glaube nicht, dass sie in der Datenbank steht." Ihre Stimme war fester geworden, während sie sprach, aber jetzt zögerte sie. Sie erinnerte sich an das Alien, auf das sie im Lagerraum der Venture einen Blick erhascht hatte. Dann an die Toten, die sie in der Höhle gesehen hatte, die sie an den Völkermord im Gammaquadranten erinnerten. Sie schauderte. Zum ersten Mal fiel ihr auf, dass sie es mit zwei unterschiedlichen Spezies zu tun hatte.

Aber ihr Mund öffnete sich von alleine und spann automatisch eine Geschichte. Sie war dafür fast dankbar. Sie wollte nichts weniger, als über ihre letzte Sternenflottenmission oder über diese Höhle reden. "Es ist ein Erstkontakt", wiederholte sie. "Ich... ich war bewusstlos. Aber es ist eine technisch fortgeschrittene Gesellschaft. Sie haben Transporter. Energiewaffen. Ich wurde weggebeamt... ich war... in einem Gebäude oder auf einem Schiff... in einem Labor? Ich bin nicht sicher." Sie erinnerte sich an nichts dergleichen. Aber es klang gut. "Dann bin ich im Wald aufgewacht. Allein.

Ich wurde nicht verletzt", fuhr sie nach einem Moment fort. "und gut versorgt. Ich glaube, sie wollten nur... einen Blick auf uns werfen."

Überdeutlich spürte sie das Gewicht des Phasers an ihrem Gürtel. Des Phasers, der funktionierte, obwohl er nicht funktionieren sollte. Dann stieg das Gesicht Captain McCarthys vor ihrem inneren Auge auf. Ja. Sie musste zurück zur Venture.

"Wie ist die Situation auf der Krankenstation?", fragte sie abrupt. "Ich muss zurück auf die Venture. Meine Patienten brauchen mich."

"Soweit ich weiß, hat Mr. Hisaki alles im Griff.", antwortete Hunter auf die Frage der Ärztin. Sie hatte Kincaid aufmerksam beobachtet, während diese ihren etwas verwirrten Bericht abgeliefert hatte.

Die Lakota konnte nicht sicher sagen, was sie an der Medizinerin zu stören begann. Ihre Geschichte war nicht allzu unwahrscheinlich. Es *konnte* sich um einen Erstkontakt handeln und eine Spezies, die ein Dämpfungsfeld um ihren Planeten legte, konnte ihnen technologisch hochüberlegen sein.

Und dass die Erzählweise Kincaids durcheinander und seltsam war, da konnte ihr eigentlich niemand einen Vorwurf daraus machen. Immerhin hatte sie Verwirrendes erlebt und das Klima sowie der Wassermangel waren nun auch nicht gerade dazu angetan, Gedankengänge zu klären.

Das merkte Hunter gerade am eigenen Leib. Sie zwinkerte ein wenig, um die argwöhnischen Gedanken zu vertreiben, die sie ohne jeden Grund befielen und fuhr fort: "Unsere vordringliche Aufgabe derzeit ist es, Wasser für die Besatzung zu finden. Die Replikatoren funktionieren so gut wie nicht und es sind kaum noch Vorräte da. Daher können wir jetzt auch nicht sofort zum Schiff umkehren.

Aber Sie sprachen vom Wald, Doktor. Gibt es dort eine Wasserquelle, die wir anzapfen können?"

Jordan überlegte einen Moment lang. Der Drang, auf die Venture zurückzukehren, nahm jetzt, da sie etwas getrunken hatte, zu, so dass sie immer noch nicht klarer denken konnte als zuvor. Jetzt war sie einfach... hibbelig. Hibbelig und nicht fähig, sich zu konzentrieren.

Außer auf die Venture.

"Nein", sagte sie nach einem Moment des Schweigens entschieden. "Ich habe keine gesehen. Aber", fügte sie nach einem Stocken hinzu. "Ich war nicht tief im Wald. Ich bin nicht dort gewesen, um die Gegend zu kartographieren", fügte sie spitz hinzu.

Dann wandte sie sich an Wagenvoort. Wagenvoort hatte das Sagen und ließ sich auch gelegentlich zu einem unpopulären Befehl bewegen. Oder zumindest zu einem Befehl. Im Gegensatz zu Hunter, die nicht zur Venture zurückkehren wollte und die gerade entschieden ihrem Ziel im Weg stand. Die Wissenschaftlerin war eindeutig aus diesem Gespräch entlassen.

"Ruben", sagte Jordan. "Ich muss auf die Venture zurück. Selbst wenn Mr. Hisaki so qualifiziert wäre wie ich, und das ist er nicht, wäre er mit der schieren Anzahl der Patienten überfordert. Es wäre unverantwortlich für mich, euch zu begleiten. Ich bin sicher, wenn du mir Mr. Carter oder... Mr. Forge ... als Begleitung mitgibst, können wir den Weg problemlos zu zweit zurücklegen." Sie hatte eine Ahnung, dass Wagenvoort sie nicht alleine gehen lassen würde.

Jordans Blick huschte hinüber zu Forge. Unter anderen Umständen hätte Hunters Assistent sie nervös gemacht, aber jetzt konnte sie nur daran denken, so schnell wie möglich zum Schiff zurückzukehren. Und wenn Forge die Bitte als Einladung wertete, kam von ihm vielleicht Unterstützung.

Für einen kurzen Moment der geistigen Klarheit amüsierte sich Jordan über ihre eigene Nervosität. Immerhin hätte sie die gleiche Anfrage auch gemacht - und darauf bestanden -, wenn sie im Besitz ihres freien Willens wäre.

"Wahrscheinlich hast du Recht, als wir aufbrachen war die Situation auf der Krankenstation immer noch recht heikel", erwiderte der Sicherheitschef nach einem Moment des Schweigens.

Natürlich behagte es ihm gar nicht, die geschwächte Jordan durch diesen Brutofen zurück zum Schiff zu lassen. Aber ihre Argumente waren wie meistens zwingend.

"Carter, Sie gehen mit Ms. Kincaid. Sobald Sie die Venture erreichen, bringen Sie unsere Ärztin direkt zu Hisaki. Er soll sie erst gründlich durchchecken und über ihre Dienstfähigkeit entscheiden"

Mit einem entschuldigenden Blick versuchte er, Jordans unausgesprochenen Widerspruch zu besänftigen. Aber jeder wusste schließlich, dass Ärzte oft ihre eigenen Belastungsgrenzen überschritten.

"Anschließend erstatten Sie dem Captain einen Lagebericht."

"Bei allen Respekt Sir...", mischte sich Forge in das Gespräch mit ein, wohl bewusst, dass seine Wortwahl im Vergleich zu davor leicht abwich, "Schon in der Schule hieß es immer, dass man zu dritt reisen sollte. Wenn einem was passiert, bleibt einer da und der Dritte holt Hilfe. Auf einem fremden Planeten halte ich das nur für angebracht. Darüber hinaus sollte man mit Ms Kincaid Jemanden mitschicken, der über mehr als rudimentäre Grundkentnisse der Medizin besitzt.

Ich würde mich dafür anbieten...", '...um endlich von diesem Treck ins Nichts wegzukommen...'

Freundlich lächslte er Jordan zu und hofte, dass der Holländer die Chance nicht versäumen würde ihn loszuwerden.

"Ihr Angebot ehrt Sie, Mr. Forge.

Unsere personellen Ressourcen sind aber leider sehr begrenzt und müssen entsprechend unserer ähh Prioritäten eingesetzt werden. Und absoluten Vorrang hat derzeit die Versorgung der Venture mit Nahrung und Frischwasser. Ich denke, Miss Kincaid wird mir zustimmen", erwiderte Ruben dem Jung-Wissenschaftler und bemerkte zufrieden, dass die angesprochene Ärztin tatsächlich leicht nickte.

"Außerdem würde ich Sie aufgrund Ihrer vorherigen Differenzen mit Mr. Carter auch nicht als zweite Begleitperson auswählen. Seine bisher gezeigte physische Widerstandsfähigkeit gegen die Hitze und seine kämpferischen Eigenschaften machen Mr. Carter zur logischen Wahl, zumal er Miss Kincaid notfalls auch tragen kann"

Mehr als genug gute Grunde, fand der Niederländer.

hea hatte sich schon gefreut. Endlich wären sie für die nächsten Stunden diesen Querulanten los gewesen; hätten Ruhe gehabt vor seinen idiotischen Aktionen, dem nervigen Geschwätz. Aber nein, Ruben musste ja wieder den Chef raushängen lassen und der Erlösung einen Strich durch die Rechnung machen. Wieso tat er ihnen das an? War die heiße Sonne, das fehlende Wasser und die ganzen anderen Widrigkeiten nicht schon Strafe genug?

Vielleicht lag es ja daran, dass Ruben etwas an Forge ... nein! Schnell vertrieb er die aufkeimenden Gedanken und redete sich wie bei einem Mantra ein: 'Keine Bilder! Keine Bilder!' Es gab einfach Dinge, von denen wollte er nichts wissen. Niemals. Nein, nicht mal für goldgepresstes Latinum und gute Worte.

"Was machen wir denn dann jetzt, wenn Carter und Jordan zur Venture zurück marschieren und wir sie nicht begleiten?", lenkte er sich ab und blickte in die Runde.

"Ganz einfach, Mr. Alnak. Wir erfüllen unsere Aufgabe: Wasser für die Besatzung", in leicht geistesabwesendem Tonfall beantwortete Hunter die Frage des Romulaners. Sie war irritiert. Die Art, wie Jordan sie kurz abgefertigt hatte - war das tatsächlich Dr. Kincaid? Oder konnte dieses merkwürdige Verhalten darauf zurückzuführen sein, dass die Ärztin zusätzlich zu ihrer nicht sehr guten physischen Konstitution unter der Hitze und dem Wassermangel litt?

Sie konnte es nicht sicher sagen. Immerhin verfügte sie nicht über eine medizinische Ausbildung. Aber der Rest der Gruppe - der sich zugegebenermassen noch nicht so lange außerhalb des Schiffes aufhielt wie Kincaid - zeigte nach wie vor die für ihn typischen Verhaltensmuster. Stotternd, herausfordernd, mit seltsamem Humor oder aggressiv, je nach Charakter.

Sie beschloß, einen Vorstoß zu wagen. Würde sich ihr Gefühl bewahrheiten und sie hätte nicht gehandelt - sie würde es sich nie verzeihen.

Also wandte sie sich an den Leiter der Gruppe. "Sir," Hunter sprach leise, da sie nicht wollte, dass andere mithörten. Schon gar nicht Kincaid. Dennoch wirkte sie nach außen hin vollkommen normal. "fällt Ihnen nicht auf, wie unnatürlich sich Dr. Kincaid verhält? Normalerweise wäre sie nicht so unhöflich, einfach ein Gespräch abzubrechen. Und normalerweise wäre es auch für sie als Medizinerin wichtig, dass die Besatzung ihr Wasser bekommt... Irgend etwas stimmt da nicht."

Die geflüsterte Einschätzung der Indianerin überraschte Ruben etwas, auch wenn er die Wissenschaftlerin schon vorher als sehr vorsichtig eingestuft hatte.

"Ähh, ja, sie wirkt etwas gereizt und ungeduldig, aber in einer sehr belastenden Situation wie ihrer - der Absturz, die vielen Toten und Verletzten, die Entführung - halte ich die Verhaltensauffälligkeiten für nachvollziehbar. Dennoch..."

Sein Redefluß stockte kurz, als er sich mit einem Blick versicherte, dass ihre Unterredung halbwegs unbemerkt blieb. Glücklicherweise war Forge anscheinend keineswegs überzeugt von Rubens Argumentation und hatte begonnen, Carter deshalb erneut von der Seite anzusticheln, was die restliche Gruppe etwas ablenkte.

"...habe ich für Jordan die Dienstfähigkeitsuntersuchung vorgesehen. Sollte etwas faul sein, kann Hisaki es gegebenenfalls finden. Mehr können wir derzeit nicht machen"

"Möglicherweise haben Sie Recht, Sir", die Lakota sprach langsam, "immerhin habe ich mich auch schon gefragt, ob ich zu viel in Dr. Kincaids Verhalten hinein interpretiere. Schließlich stehen wir alle stark unter Streß.

Eines möchte ich jedoch noch anfügen: Noch nie hat der Doktor mich auf eine solche Art wir vorhin im Gespräch stehen lassen, ich dachte eigentlich bislang, wir hätten ein Verhältnis, das zumindest sehr höflich, wenn nicht sogar ein wenig freundschaftlich sei.", Hunter stellte fest, dass Wagenvoort sie ein wenig seltsam anblickte.

"Die anderen leiden auch unter der Hitze - aber dennoch zeigen sie die Verhaltensmuster, die ihnen zu eigen sind - sogar übersteigert, wenn Sie an Forge und Carter denken", ein grimmiger Blick driftete in die Richtung der beiden Genannten. "Nur bei Dr. Kincaid hatte ich den Eindruck, sie verhielte sich ... ein wenig anders."

Hunter zuckte mit den Schultern und wandte sich zum Gehen. "Ich wollte es Ihnen nur sagen. Mag sein, dass ich fantasiere. Falls dem nicht so sein sollte, hätte ich einen großen Fehler begangen, hätte ich mich Ihnen nicht anvertraut..."

"Es kann nie schaden, vorsichtig zu sein", erwiderte Ruben und meinte das auch so. "Nur aufgrund einer ähh leichten Verhaltensänderung können wir aber keine weiterreichenden Maßnahmen treffen"

Der Niederländer war sich bewusst, dass seine Antwort die Lakota nicht gänzlich zufriedenstellen würde. Allerdings würde sie seine Argumente nachvollziehen können, was in der Situation reichen musste.

Dabei unterschlug er jenes Wissen, was neben ihm nur eine Handvoll an Führungsoffizieren teilte: Aus ihrer Personalakte wusste Wagenvoort, dass die Ärztin in Extremsituationen zu Handlungen fähig war, die man ihr sonst nicht zutraute.

Wissen, dass er selbst nur zu gerne verdrängte. Und es war schwer, solche Taten aus dem Bewusstsein zu verbannen. Auch wenn Ruben natürlich wusste, dass ein Bericht niemals die wirkliche Lage wiedergeben konnte...

Doch jetzt war nicht der Zeitpunkt, um darüber zu sinnieren!

"Ich würde vorschlagen, dass wir noch eine viertel Stunde Rasten. Anschließend setzten wir unseren weg fort und Miss Kincaid und Mister Carter kehren zur Venture zurück"

Ein ärgerliches Murren war zu hören, doch konnte Yhea von seiner Position aus nicht feststellen, ob es von Carter oder Forge kam. Wobei es ihm herzlich egal war. Den Sicherheitler würde er die nächsten Stunden nicht mehr sehen und Forge ... nun ja, wenns ganz schlimm wurde, konnte er ja den vulkanischen Nackengriff an ihm üben. Er hatte es mal von einem betrunkenen Vulkanier in irgendeiner Bar gezeigt bekommen und ehrlich gesagt sah es ziemlich simpel aus. Zudem war Forges Nacken jetzt keiner von der Art "Beton: der Werkstoff der Zukunft!", was sollte also schiefgehen.

Langsam ließ sich der Romulaner wieder am Wagen nieder und drehte seinen Kopf aus der Sonne. Wenn sie hier schon Pause machten, dann sollte sie wenigstens gut genutzt sein. Schließlich fühlte sich seine Kopfhaut jetzt schon an, als hätte sie zu lange auf einem Grill gelegen und er wollte nicht herausfinden was passierte, wenn er noch länger hier in der prallen Sonne herum lief. Zum Glück würden sie ja gleich einen Wald betreten, da sollte es Schatten im Überfluss geben. Und hoffentlich auch Wasser in ausreichender Menge.

"Sie als Mathegenie", wandte er sich nach einigen Minuten des Nachdenkens dann an Ruben. "Wie hoch schätzen Sie eigentlich die Chancen ein, dass wir in dem Wald bezüglich unseres Auftrages fündig werden?"

Alnaks Kompliment ließ Ruben leicht erröten, obwohl in solchen Bemerkungen meist auch leichter Neid und eine unterbewusste Abgrenzung zu ihm enthalten war.

"Ihre Frage ist schwer zu beantworten, da mir das ähh geologische Fachwissen fehlt, um aus unseren spärlichen Informationen eine aussagekräftige Datenbasis zu komprimieren"

Im Gesicht des Romulaners zeigte sich augenblicklich leichte Enttäuschung. Er hatte sich wohl eine optimistischere Auskunft des Sicherheitschefs erhofft. Dabei war Wagenvoort nur ehrlich gewesen.

Einen Moment überlegte der nun unsicher gewordene Niederländer, ob Ehrlichkeit allein ausreichte, um eine Gruppe zu führen. Nachdenklich kratzte er sich am Nacken, der von der Hitze wie gebraten wirkte.

'Wahrscheinlich nicht', resümierte er schließlich. Transparente Daten waren nicht alles, manchmal war es wichtiger, seine Untergebenen einfach zu motivieren.

"Allerdings...wir haben schon Wasser auf diesem Planeten nachgewiesen und die Flora scheint auf Kohlenstoff zu basieren. Wo ein Wald ist, finden wir also bestimmt auch sauberes Wasser"

Yhea war sich nicht sicher, ob er Rubens Optimismus so geradeheraus annehmen sollte; er hielt die Überlegung bestenfalls für aufmunternd und das war bei dem Niederländer immer ein zweischneidiges Schwert.

"Ich hoffe, Sie werden recht haben", sagte er zu ihm und stand auf. "Dann würde ich sagen, lassen Sie uns aufbrechen. Schließlich sammelt sich das saubere Wasser nicht von alleine und ehrlich gesagt habe ich langsam genug von der Sonne. Romulaner sind normalerweise solche Witterungsverhältnisse nicht gewöhnt. Wir haben einen grünen Planeten mit viel Vegetation und nicht so ein Glutofen hier. Beinahe könnte man sich nach Ferenginar wünschen. Wenn ich mir jetzt vorstelle, schön in einem Regenschauer zu stehen ..."

Er schloss die Augen und auf seinem Gesicht war ein zufriedener Ausdruck zu erkennen.

Stardust Venture