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Christopher "Hannibal" Thomas

Allgemeines zum Charakter

Vorname: Christopher
Nachname: Thomas
Spitzname: Hannibal

Alter: 48
Spezies: Mensch
Geschlecht: männlich

Geburtsort: Los Angeles, Terra
Eltern: unbekannt
Geschwister: unbekannt

Aussehen

Körpergrösse: 1,85 m
Gewicht: 83 kg
Hautfarbe: Weiß, üblicherweise mit leichter Sonnenbräune
Haarfarbe: Ursprünglich schwarz, mittlerweile aber mit deutlichen Spuren grauer Haare
Augenfarbe: braun
Auffälligkeiten: Durchschnittliches Erscheinungsbild, welches keine besonderen Auffälligkeiten hat. Weder besonders attraktiv noch besonders hässlich

Lebenslauf

Christopher Thomas wurde kurz nach seiner Geburt in einem Waisenhaus abgegeben. Er kennt weder seine Eltern noch weiß er, ob er Geschwister hat. Auch ist ihm unbekannt, warum er verstoßen wurde.

In den unvermeidlichen Rangeleien dauerte es nicht lang, bis er sich zu verteidigen wusste. Nicht, dass er den Konflikt suchte; jedoch war ihm klar, dass man auch im 24. Jahrhundert unter gewissen Bedingungen Stärke zeigen musste. Trotz – oder gerade wegen – der widrigen Umstände, in denen er aufwuchs, entwickelte er sich zu einem sehr intelligenten, jungen Mann. Trotz aller Widrigkeiten war es ein Verlangen nach Gerechtigkeit, was ihn bereits in dieser Zeit auszeichnete.

Die ersten Jahre nach der grundlegenden Schulausbildung brachte er zunächst auf einer zweitklassigen Schauspielschule und dann in diversen Kleinkunst-Theatern in Los Angeles zu. Dabei wurde mehrmals sein großes, schauspielerisches Potential offenbar. Zu dieser Zeit war aber kaum einer in der Lage, ihn so zu motivieren, dass er dieses Potential dauerhaft zeigte. Ob er es ansonsten zu einer großen, künstlerischen Laufbahn geschafft hätte, steht wohl nur in den Sternen.

So aber führte ihn sein Weg aber zu einem fahrenden Theater namens „Varieté de la Galaxie“. Über die nächsten Jahre durchlebte er die Höhen und Tiefen dieser Gruppe hautnah mit und kam dabei zu nicht wenigen, abgelegenen Welten. In dieser Zeit begann er, seinen Körper weiter durchzutrainieren und lernte von einigen seiner Kollegen weiter, sich zu verteidigen. Während der Reisen des Varietés entdeckte er seine Liebe für Zigarren, eine Angewohnheit, von der er nicht wieder loskam.

So kam es, dass das Varieté im Jahre 2361 auch auf der von Cardassia okkupierten Welt Bajor Station machte. Sie spielten unter anderem in mehreren Bajoranischen Camps. Natürlich bekam die Gruppe nur das zu sehen, was sie sehen sollte. Schlechte Publicity lag schließlich nicht im Interesse der cardassianischen Besatzer.

Während des zweiwöchigen Aufenthaltes lernte er die Bajoranerin Nal Iesta kennen. Sprichwörtlich handelte es sich bei den beiden um Liebe um den ersten Blick. Trotz der verfahrenen Situation auf Bajor entschied er sich, auf dem Planeten bei ihr zu bleiben.

Einige Monate (und nicht wenige Schikanen seitens der Cardassianer) später eröffnete Ieasta ihm, dass sie und ihre Familie verdeckt für den Bajoranischen Widerstand arbeitete. Es dauerte nicht lange, und Christopher begann die wahren Ausmaße der Besatzung kennen zu lernen.

Seit diesem Moment war es für ihn keine Frage mehr, sich für die Unabhängigkeit Bajors einzusetzen. Die nächsten Jahre verbrachte er im Untergrund und verdiente sich Stück für Stück seine Sporen im Kampf gegen die unnachgiebigen Besatzer. Innerhalb des Widerstands war er dabei unter dem Decknamen „Hannibal“ bekannt, nach dem gleichnamigen karthagischen Feldherrn. Diesen Spitznamen behält er bis heute bei, insbesondere wenn er seinen richtigen Namen nicht gleich preisgeben will.

Seine Theaterausbildung war ein Grundstein vor allem zu Anfangs. Er bewegte sich in den verschiedensten Rollen innerhalb der cardassianischen Zonen und konnte so aller Art von wichtigen Informationen beschaffen. Im Laufe der Zeit wurde ihm dann auch die Leitung einer kleinen Einsatzgruppe übertragen. In der Folge führte er hauptsächlich Befreiungen und kleinere Sabotageakte durch.

Während der gesamten Zeit opponierte er dabei so gut es ihm möglich war dem radikalen Flügel des Widerstands. Bei allen Einsätzen versuchte er Opfer zu vermeiden. Diese Einstellung sorgte mehr als einmal für Spannungen zwischen ihm und anderen Mitgliedern des Widerstandes. Trotz allem behauptet Hannibal von sich über all die Jahre hinweg keine zivilen Opfer verursacht zu haben.

Etwa ein Jahr vor dem Ende der Okkupation im Jahre 2368 verließ ihn dann das Glück. In einer der letzten Strafaktionen der Cardassianern wurden er und die Familie von Nal gefangengenommen. Was mit Ieasta geschah, erfuhr er nie mit letzter Sicherheit. Lediglich aus Erzählungen schloss er bisher, dass sie wahrscheinlich hingerichtet wurde.

Christopher hingegen wurde auf den Strafplaneten Cofu A II deportiert. Warum er überlebte, war ihm nicht ganz klar. Er konnte lediglich vermuten, dass seine terranische Abstammung ihn davor bewahrte, unmittelbar erschossen zu werden.

Auf der unwirtlichen Oberfläche von Cofu A II wurde Christopher zunächst von seinen Mitgefangenen isoliert. Keine noch so brutale Misshandlung der Cardassianer konnte ihn jedoch brechen. Erst nach dem Ende der Okkupation ließ man von ihm ab. In der gesamten Zeit hatte er keine einzige Einzelheit über den Widerstand preis gegeben.

Das Ende der Okkupation bedeutete jedoch nicht das Ende der Kriegsgefangenschaft für Christopher. Monate wurden zu Jahren und vorsichtig baute er wieder Kontakt zu seinen Mitgefangenen auf. Schnell stellte sich heraus, dass viele von den verschiedensten, besetzten Planeten stammten. Ebenso schnell aber auch, dass durchaus das ein oder andere Spitzel unter den Gefangenen zu finden war.

Auch der Fall des Cardassianischen Reiches einige Zeit später half dem Lager nur wenig. Es war abgelegen genug, um bis auf weiteres der Befreiung zu entgehen. Der Gul nutzte dabei die (für ihn) günstige Stunde, und begann damit, die auf dem Planeten geförderten Ressourcen auf eigene Faust an den Mann zu bringen. Ferengis waren bekanntermaßen nicht sehr wählerisch in ihren Geschäftspartnern – solange nur der Profit stimmte.

Auch in der Folgezeit trafen immer wieder Transporte mit neuen Gefangenen auf Cofu A II ein. Schnell stellte sich heraus, dass der Gul einzelne Jagdkommandos losgeschickt hatte, deren Aufgabe es war, mehr oder weniger heruntergekommene Gestalten einzufangen und als neue „Arbeitskräfte“ auf den Planeten zu bringen.

Trotz aller Bemühungen schaffte aber bisher niemand, von Cofu A II zu flüchten. Die kaum vorhandene Biosphäre machte eine Flucht aus dem Camp selbst zu einer illusorischen Angelegenheit, der angeschlossene Cardassianische Stützpunkt aber war zu gut gesichert, um ohne jegliche Unterstützung überhaupt nur in seine Nähe zu kommen. So blieb es also beim Warten auf eine Gelegenheit, noch hat Christopher die Hoffnung nicht aufgegeben.

Charakter

Christophers Sinn für Gerechtigkeit ist einer seiner herausragenden Charakterzüge. Allerdings versteht er unter „Gerechtigkeit“ nicht immer das, was die Gesetzgebung der großen, interstellaren Staaten vorsieht.

Hat er sich einmal einer Sache verschrieben, stellt er seine Fähigkeiten mit vollem Einsatz zur Verfügung. Solange ihn niemand hintergeht, ist er stets loyal und zieht seine Aufgaben bis zum (bitteren?) Ende durch. Verrat toleriert er nicht und würde ihn mit allen in seiner Macht stehenden Mitteln ahnden.

Aus den vielen verdeckten Einsätzen hat er eine gewisse Dreistigkeit mitgebracht. Gepaart mit seinem schauspielerischen Talent ist er in der Lage, sich in fast jeder Situation und Rolle schnell und problemlos zurecht zu finden ohne Argwohn zu erwecken.

Vor seiner Zeit auf Bajor und, insbesondere, vor seiner Gefangenschaft war er stets ein lustiger Geselle. Die langen Jahre der Gefangenschaft veränderten dies jedoch. Momentan ist er eher in sich gekehrt, insbesondere spricht er nicht gerne über die Zeit des Widerstandes und die ersten Monate seiner Gefangenschaft. Lediglich in einigen wenigen Augenblicken dringt das frühere, unbeschwerte Gemüt durch.

Trotz aller Rückschläge hat Christopher sein Charisma bewahrt. Für die Gute Sache kann er seine eigenen Probleme zurückstellen. Es gelang ihm auch unter den schwierigen Bedingungen des Widerstands immer wieder, seine Teams zu motivieren.

Fähigkeiten, Hobbys

Im Rahmen seiner Mitarbeit in der bajoranischen Widerstandsbewegung hat er sich eine Vielfalt an Fertigkeiten aneignen können. Die Palette reicht vom Shuttle-Piloten, über der Wartung kleiner Schiffe, die Nutzung von Sprengstoffen, verschiedenster Elektronik-, Sensor- und Waffentechnik, Taktik bis hin zur Führung kleiner Angriffseinheiten. Er ist in keinem dieser Gebiete ein Spezialist, weiß aber genug, um ein entsprechendes Einsatzteam sinnvoll koordinieren zu können und gelegentlich eine Lücke zu schließen.

Er besitzt genügend schauspielerisches Talent, um sich in jedem Kleinkunst-Theater problemlos über Wasser halten zu können. Natürlich ist diese Ausbildung sehr vielseitig einsetzbar...

Selbstverständlich weiß er sich seiner Haut zu erwehren. Sei es nun mit bloßen Fäusten (Stil „Kneipenschlägerei“) oder leichten Handfeuerwaffen. Mit schweren Waffen oder Raumschiffwaffen hat er hingegen kaum Erfahrung.

Trotz seiner recht umfangreichen Erfahrungen mit verschiedensten Shuttle-Typen hat er keinerlei Flugstunden mit Großraumschiffen zu verzeichnen.

Früher verbrachte er seine Freizeit häufig mit verschiedensten TV-Serien des 20. Jahrhunderts und einer gelegentlichen Partie klassischem 2D Schach. Während seiner Zeit im Widerstand lernte er Saxophon zu spielen. Seit seiner Gefangennahme ist es ihm nicht mehr möglich, diesen Hobbies nachzugehen.

Die einzigen Freizeitbeschäftigungen im Gefangenenlager bestanden in den letzten Jahren aus verschiedenen Mannschaftssportarten.

Medizinische Akte

Christopher hat bereits eine Menge Verletzungen überstanden. Untersucht man ihn genauer, findet man die Spuren vieler Verbrennungen, Schussverletzungen, Knochenbrüchen und einer ganzen Reihe von Infektionen.

Momentan ist er gesund, wenn auch etwas knapp in der Ernährung. Sein Körper ist gut in Form, nicht übertrainiert aber mit guter Ausdauer.

Sein Arzt hat ihm vom ständigen Konsum von Zigarren abgeraten. Seit seiner Gefangennahme fügt er sich nicht ganz freiwillig diesem Ratschlag.

Auszeichnungen, Ehrungen, Rangänderungen

Nach etwa drei Jahren im Widerstand erhielt er sein eigenes Team welches er über die folgenden Jahre bis zu seiner Gefangennahme erfolgreich anführte.

Negative Einträge, Verweise u.ä.

Sowohl während seiner Schulzeit als auch während seiner Zeit im Theater wurde er immer wieder wegen mangelndem Einsatzes gerügt. Seit Hannibal jedoch scheint dies der Vergangenheit anzugehören.

Anmerkung des Autors

Wer es noch nicht gemerkt haben sollte, natürlich ist das Ganze eine Hommage an das A-Team, eine Idee aus dem Chaos des Stardust Treffens im Dezember 2008. Ich konnte einfach nicht widerstehen.

Ihr wisst ja, ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert, ich frage mich nur, wo ich den passenden Van herbekomme...

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